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Montag, 25 Mai 2020
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Baccara – Wie funktioniert das Spiel eigentlich und welche Strategie führt zum Gewinn?

Wenn James Bond im Casino sitzt, spielt er meistens Baccara (außer in Casino Royal, da war es natürlich Poker). Bei dem nobel wirkenden Spiel helfen Französisch-Kenntnisse und wer es in Spielbanken vor Ort spielen möchte, sollte ein paar feste Rituale kennen. Es gibt aber auch recht einfach Varianten, die in Online Casinos als Automat oder im Live Casino gespielt werden. Vor allem letztere stellen wir hier vor und geben ein paar Tipps zu möglichen Strategien.

Von Volker Budinger

The Name of the Game – wie schreibt man Baccara(t) und wie spricht man es aus?

In Zeiten intelligenter Suchmaschinen ist es zwar zumindest im Netz nicht mehr ganz so wichtig, die korrekte Schreibweise eines Begriffes zu kennen – aber schaden kann es trotzdem nichts. Es gibt eigentlich drei Schreibweisen, nämlich Baccara, Baccarat und Bakkarat. Während die letzte eingedeutschte Schreibweise so gut wie verschwunden ist, sind die beiden anderen in gleichem Maße anzutreffen.

Der Name wird mit französischer Betonung ausgesprochen, also [ˈbakara] oder manchmal mit Betonung der letzten Silbe [ˈbakaˈra]. In jedem Fall bleibt das „t“ am Ende der zweiten Schreibweise stumm.

Baccara soll allerdings ursprünglich aus einem neapolitanischen Dialekt stammen und „Null“ bedeuten – diese Bedeutung hat das Wort zumindest in dem ansonsten eher französisch geprägten Spiel.

Über das Alter des Spiels gibt es unterschiedliche Aussagen. Manche vermuten es als bereits im 16. Jahrhundert entstanden, andere sehen seine Entstehung erst viel später im 19. Jahrhundert.

Was ist Baccara für ein Spiel?

Baccara gehört mit Spielen wie „Black Jack“ beziehungsweise „17 und 4“, „Macao“ oder „Red Dog“ zu den an sich einfacheren Kartenspielen. Es gibt im Grundspiel nur wenige Regeln und der Glücksspiel- und Wettcharakter steht im Vordergrund. Können und Geschick spielen bei der verbreitetsten Variante des Baccara, dem „Punto Banco“ praktisch keine Rolle.

Baccara Baccarat

Anders als bei den ursprünglichen Varianten „Chemin de fer“ oder „Banque“, ist „Punto Banco“ auf das Wesentliche reduziert. Es entfallen viele Feinheiten des Bietens, Bluffens oder Variierens. Man könnte Baccara Punto Banco als eine Kartenvariante des Wettens auf einen Münzwurf sehen. Die „Chemin de fer“ und „Banque“-Varianten zählen dann allerdings durch viele besondere Regeln beim Setzen und durch den Wechsel des Bankhalters zu den eher komplizierten Kartenspielen. Die Grundregeln sind aber auch da im Wesentlichen die gleichen.

Was sind die Grundregeln?

Die Grundregeln des Baccara sind an sich simpel. Es gilt, mit zwei oder maximal drei Karten möglichst nah an den Punktwert neun zu kommen. Der Spieler – den man auch „Ponte“ nennt – tritt gegen die Bank (Banquier) an. Wer die höchste Punktzahl hat, hat gewonnen. Bei gleicher Punktzahl gilt unentschieden.

Die Karten haben dabei folgende Punktwerte: As zählt einen Punkt. Zahlen von Zwei bis Neun zählen ihren Nennwert. Zehn sowie die Bildkarten Bube, Dame und König zählen als Null.

Ausgeteilt werden (beim Punto Banco) immer zwei Karten offen. Erst eine für die Bank, dann eine für den Spieler, wieder eine für die Bank und eine für den Spieler. (Bei Chemin de fer und Banque werden die ersten beiden Karten verdeckt gegeben.)

Die Kartenwerte werden jeweils addiert. Übersteigt eine sogenannte Hand, also der Punktewert der zwei Karten des Spielers oder Bank, die Gesamtsumme Neun, zählt die Einerstelle. Also eine Sieben und eine Vier wären addiert Elf, das heißt, die Hand zählt als Eins. Ergeben zwei Karten zusammen den Kartenwert Zehn, also etwa eine Sechs und eine Vier, zählt das Blatt als Kartenwert Null. Das wäre ein „Baccara“, die niedrigste mögliche Wertung.

Bei der in Online-Casinos als Live und Automaten-Version verbreiteten Echtgeld Variante „Punto Banco“ gibt es feste Regeln, wann eine dritte Karte gezogen wird. Es gibt dabei anders als bei der aus Filmen bekannten älteren „Chemin de fer“-Variante keine Entscheidungsfreiheit:

Erreichen der Spieler oder die Bank mit den ersten beiden ohnehin bereits ausgegebenen Karten den Punktewert Acht oder Neun, gewinnt derjenige – außer beide haben den gleichen Kartenwert, dann ist unentschieden. Man spricht von einer „Natural 8“ oder „Natural 9“. Die Natural 9 ist natürlich mehr wert als die Natural 8. Wer es vornehmer ausdrücken möchte, spricht wie bei der ursprünglichen Variante des Spiels von „La Petite“ (die Acht) oder „La Grande“ (die Neun).
Der Spieler muss eine dritte Kartenziehung vornehmen, wenn er nur einen Punktestand von Null bis Fünf auf der Hand hat.
Bei einem Wert von 6 oder 7 darf er keine weitere Karte mehr ziehen.

Für die Bank gelten besondere Regeln:

  • sie zieht immer eine Karte, wenn der eigene Punktestand Null bis Zwei beträgt.
  • sie zieht eine Karte, wenn der eigene Punktestand Drei ist und der Spieler eine Karte zieht, die keine Acht ist.
  • eine Karte wird gezogen, wenn der eigene Punktestand Vier ist und der Spieler einer Karte von Zwei bis Sieben zieht.
  • sie zieht eine Karte, wenn der eigene Punktestand Fünf ist und der Spieler einer Karte von Vier bis Sieben zieht.
  • sie zieht eine Karte, wenn der eigene Punktestand Sechs ist und der Spieler einer Karte von Sechs bis Sieben zieht.
  • keine Karte wird gezogen, wenn der eigene Punktestand im Bereich von Sieben bis Neun liegt.

Dabei muss die Bank diesen Regeln auch dann folgen, wenn sie bei zwei Karten gewinnen würde – kann sich also auch mit der dritten Karte „verkaufen“.

Das sind an sich auch schon alle Regeln für die Variante „Punto Banco“. Die älteren Varianten weichen dabei insbesondere bei den Regeln ab, wann eine dritte Karte vom Spieler oder der Bank gezogen wird. Neben „Muss“-Regeln gibt es dabei nämlich auch „Kann“-Regeln, die das Ergebnis neben dem Glück auch einem menschlichen Entscheidungsfaktor unterwerfen. Dabei kommen dann Spannungselemente wie beim Poker ins Spiel. In älteren James Bond-Filmen, wie „Im Geheimdienst ihrer Majestät“, lebt die Spannung etwa davon, ob noch eine dritte Karte gezogen wird. Dazu wird auch noch mit verdeckten Karten gespielt.

Die oben beschriebenen Regeln sind dabei ein „nice to know“. Für das Wetten beim Baccara, dem eigentlichen Glücksspiel, muss man sie aber nicht zwingend wissen, das geht auch ohne.

Wie wettet man beim Baccara?

Wie gesagt, muss man für den Wetteinsatz beim Baccara Punto Banco die Regeln nicht unbedingt kennen. Es gibt drei Möglichkeiten zu setzen: „Die Bank gewinnt“, „Der Spieler gewinnt“ oder „Unentschieden“. Man findet auch die Bezeichnungen „Banco“ oder „Banker“, „Punto“ oder „Player“ sowie „Égalité“ oder „Tie“. Gesetzt wird vor dem offenen Ausgeben der Karten.

Das entspricht etwa den Möglichkeiten beim Münzwurf mit „Kopf“, „Zahl“ oder „Auf dem Rand stehend“ – und hat mit etwas komplexeren Verteilungen der Wahrscheinlichkeit ähnliche Ergebnisse. Beim Münzwurf liegen die Gewinnwahrscheinlichkeiten für entweder Kopf oder Zahl bei fast jeweils 50 Prozent. Die Gewinnwahrscheinlichkeit für „Auf dem Rand“ ist minimal.

Beim Baccara ergibt sich die Gewinnwahrscheinlichkeit aus der Verwendung von in der Regel sechs Kartenspielen à 52 Blatt, also befinden sich 312 Karten im Kartenstapel, deren zufälliger Verteilung und den Regeln des Nachziehens. Statistisch enden 9,54 Prozent aller Spiele Unentschieden (mehr als Münzen auf den Rand fallen zumindest), von den verbleibenden 90,46 Prozent gewinnt die Bank 50,68 Prozent und 49,32 Prozent der Spieler. Absolut ausgedrückt enden also statistisch von 100 Spielen neun mit einem Unentschieden, 46 für die Bank und 45 für den Spieler.

Es wird außerdem nie bis zum Ende des gesamten Kartenstapels gespielt. Sieben oder zehn Karten vor Ende gibt es eine „Stopp-Karte“, nach dieser wird neu gemischt. In manchen Varianten wird zufällig bestimmt, wie viele Karten zwischen eins und zehn vor dem Ende die Stopp-Karte eingefügt wird.

Die Bank hat also einen leichten Hausvorteil. Das und die Wahrscheinlichkeiten finden ihren Niederschlag in den Wettquoten. Einsätze, die auf „Die Bank gewinnt“ gesetzt werden, werden 0,95 zu 1 ausgezahlt. Die Bank nimmt sich dabei eine „Taxe“ von 5 Prozent. Einsätze, die auf „Der Spieler gewinnt“ gesetzt werden, werden 1 zu 1 ausgezahlt und für die riskante Wette auf Unentschieden gibt es im Gewinnfall eine Quote von in der Regel 8 zu 1.

Einige Casinos bieten außerdem noch sogenannte „Sidebets“ (also „Nebenwetten“) an. Dabei lässt sich darauf setzen, dass die ersten beiden Karten, die der Spieler oder die Bank erhält ein Paar bilden. Für diese riskante Wette gibt es Quoten im Bereich von 11 zu 1.

Wie bei der überwiegenden Anzahl der Glücksspiele gilt auch hier, dass einzig und allein der Zufall darüber entscheidet, ob man die Wette gewinnt. Können oder Geschick haben insbesondere durch die starren Zieh-Regeln und die offen ausgespielten Karten sowie die Tatsache, dass vor dem Spielen gesetzt wird, keinen Einfluss auf das Wettergebnis.

Welche Wettstrategien helfen beim Baccara-Spielen?

Nun, ein Statistiker würde sagen: „Wahrscheinlich keine“. Die gleiche Aussage würde er aber auch bei so ziemlich allen anderen Arten von Glücksspiel treffen. Denn das Glück beziehungsweise der Zufall bestimmt entsprechend in ganz überwiegendem Maße den Ausgang des Spiels.

Nun gibt es natürlich die Vertreter der Theorie, die besagt, dass in jedem Chaos, also in jedem Zufall, ein Muster zu finden sei. Dann geht es natürlich noch darum, herauszufinden, welches Muster.

Wie beim Black Jack, ließe sich auch beim Baccara mit Kartenzählen herausfinden, welche Karten noch im Kartenschlitten sind. Insgesamt werden (meistens) sechs Kartenspiele à 52 Karten gemischt, also 312 Karten. Der Weltrekord, sich die Reihenfolge willkürlich gemischter Karten merken zu können, liegt wohl immer noch bei unglaublichen 1.626 Karten (aufgestellt 2016 in Singapur bei den Weltmeisterschaften im Gedächtnissport durch den US-Amerikaner Alexander Mullen). Allerdings ist das wohl nichts für jedermann. Die Zählweise beim Baccara, bei der Punktesummen über Zehn wieder als Einer zählen, die Grenze von Neun und die starren Spielregeln zum Nachziehen der dritten Karte machen die verschiedenen Kartenzähl-Methoden hier allerdings sehr schwierig.

Andere setzen auf das Gesetz der Serie. Auch wegen des (sehr) leichten statistischen Bankvorteils wird sehr häufig empfohlen, als „Strategie“ immer auf den Gewinn des Bankiers zu setzen. Defätistisch gesagt ist das aber etwa so wirkungsvoll wie beim Münzwurf einfach immer auf „Kopf“ zu setzen. Das kann klappen – muss es aber nicht. Oder man setzt darauf, dass der, der gerade gewonnen hat, beim nächsten Mal wieder gewinnt. Setzt man immer auf den Spieler, ist zumindest nicht bei jedem Gewinn die Gebühr von 5 Prozent an die Bank fällig. Dieser Abschlag mindert nämlich den Ertrag der „Immer auf die Bank setzen“-Strategie (die Quote liegt ja nur bei 0,95 zu 1 – wie oben erwähnt aufgrund des Hausvorteils). Daher kann man auch einfach darauf setzen, dass immer der Spieler gewinnt. Da liegt die Quote zumindest bei 1 zu 1. Statistisch gesehen ist der Verlust bei dieser Strategie geringer.

Es gibt aber leider keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Glückssträhnen existieren. Aber auch in Vor Ort-Casinos liegen an den Baccara-Tischen Blöcke, mit denen notiert werden kann, welche Seite gewonnen hat, um daraus Rückschlüsse darauf zu ziehen, wer als nächstes gewinnen könnte.

Wichtigste Regel und Strategie beim Glücksspiel ist und bleibt aber: Spiele nicht, um Geld zu gewinnen, spiele, um Spaß zu haben!

Insofern kann man selbstverständlich Wettstrategien wie die Martingale-Strategie oder die Fibonacci-Strategie (diese haben wir hier im Rahmen der Roulette-Strategien ausführlich beleuchtet) durchziehen oder man setzt jedes Mal im Wechsel auf die jeweils andere Seite. Je mehr Spiele man macht, umso mehr werden sich Verlust und Gewinn die Waage halten – wenn man sinnvoll mit seinem Einsätzen umgeht.

Die wichtigste Strategie bei diesem Glücksspiel ist daher die, seine Verluste zu begrenzen. Verdoppeln wie bei der Martingale-Strategie, um nach einem Verlust durch Gewinn wieder auszugleichen, ist hoch riskant.

Besser, man setzt sich von vorneherein ein Limit für sein Spielkapital. Das kann man auch in vielen Online Casinos technisch voreinstellen. Verliert man bis zu dem Betrag, den man sich auch leisten können sollte, ist das halt so und man hat zumindest die Spannung beim Spiel gehabt und hoffentlich auch Spaß. Gewinnt man, sollte man sich freuen und glücklich den Gewinn einstreichen. Hauptsache, das Spielen macht Spaß!

Das soll aber niemanden daran hindern, die Tausendundeine Strategien auszuprobieren, die in zahlreichen Büchern und anderen Medien präsentiert werden – solange man verantwortungsvoll spielt.

Aber nochmal zum klarstellen: Die Wahrscheinlichkeiten für Bank gewinnt, Spieler gewinnt oder Unentschieden liegen bei ungefähr 46 zu 45 zu 9. Die Chancen beim Setzen auf die ein oder andere Seite ist also schlicht vom Zufall abhängig. Nur eines kann man klarstellen: Außer ihr habt Geld zu viel, ist es praktisch nicht sinnvoll, auf Unentschieden zu setzen. Die Wahrscheinlichkeit, dabei zu verlieren ist eindeutig die größte.

Was ist der Unterschied zum Spiel in einer Spielbank?

In Vor-Ort-Casinos gibt es im Unterschied zu Online-Casinos verschiedenen Spielvarianten des Baccara. Verbreitet ist ebenfalls die Punto Banco-Variante. An einem Tisch mit meist zwei Croupiers, manchmal sogar drei, wird dort nach den Grundregeln gespielt, in entsprechende Kästen auf dem Filz können Einsätze auf die Bank, den Spieler oder Unentschieden gemacht werden. Der Tisch bietet dabei manchmal bis zu zwölf Spielern Platz. Dieses Spiel findet sich auch im weniger noblen Teil von Casinos und wird dann auch „Midi-Baccara“ genannt.

Leo Vegas Live Casino: No Commission Baccarat ist eine der angebotenen Spielvarianten.

Daneben gibt es das sogenannte „Mini-Baccara“, was sich nur durch einen kleineren Tisch mit nur einem Croupier und weniger Platz für Spieler unterscheidet. Dadurch, dass weniger Spieler teilnehmen, wird hier schneller gespielt.

In nobleren Spielbanken beziehungsweise im vornehmeren Teil der Casinos gibt es auch die älteren Varianten „Baccara Chemin de fer“ und „Baccara banque“. In der Regel wird dabei eine angemessene vornehme Garderobe verlangt und es geht auch um hohe Einsätze.

Diese noble Variante, die sich auch unter anderem in einigen James Bond-Filmen findet, ist allerdings was für Kenner und besonders Könner. Es gelten zwar die Grundregeln, mit zwei oder drei Karten an neun Punkte zu kommen und auch die Zählung der Kartenwerte. Aber bereits in den Regeln, wann die dritte Karte genommen wird und wann nicht, gibt es Unterschiede. Da darf nämlich auch freier entschieden und jedenfalls ansatzweise geblufft werden.

Außerdem wird mit verdeckten Karten gespielt und die Bank wechselt im Laufe des Spiels von Spieler zu Spieler. Es gibt eine ganze Reihe von Feinheiten und besonderen Setzregeln, die man kennen sollte. Im Übrigen werden alle möglichen Aktionen mit französischen Begriffen und Sätzen angesagt. Bevor man sich also in einen Anzug wirft und das Konto plündert, um Baccara im noblen Ambiente zu spielen – ist es sehr wichtig, sich die Regeln sehr gründlich anzuschauen. In Online-Casinos findet man diese Variante so gut wie nicht und Chemin de Fer wie auch die etwas davon abweichende Variante Banque sind nur was für High Roller, die um sehr hohe Einsätze spielen können und wollen.

Gibt es ein besonderes Risiko beim Baccara-Spielen?

Wie beschrieben ist Baccara in der in Online-Casinos verbreiteten Variante Punto Banco ein Spiel mit recht überschaubaren Wahrscheinlichkeiten. Riskant ist es in jedem Fall, etwa ausschließlich auf „Unentschieden“ zu setzen, denn die Gewinnchance ist mit nur rund 9 Prozent die geringste – wenngleich es dabei auch den höchsten Gewinn im Gewinnfall gibt. Auch die Seitenwetten auf Pärchen sind riskant.

Ein weiterer Risikofaktor, auch im Sinne möglicher Glücksspielsucht, ist die hohe Spielgeschwindigkeit. Bei Mini Baccara-Tischen, die auch in Live-Online-Casinos zu finden sind, können bis zu 200 Spielrunden pro Stunde von den Croupiers gespielt werden. Da können, wenn man nicht aufpasst, schnell größere Summen verspielt sein. Auch die reinen Automaten-Versionen haben sehr viele Spieldurchgänge pro Zeiteinheit aufzuweisen.

Auch Strategien wie die Martingale-Strategie hier anzuwenden, ist riskant. Diese besagt ja, dass man im Verlustfall einfach den Wetteinsatz verdoppelt – da ist man unter Umständen schnell am Ende seiner Reserven.

Wer nicht entspannt und um des Spaßes willen spielen kann, der sollte auch vom Baccara besser die Finger lassen.

Auch die „noblen“ Varianten „Chemin de fer“ oder „Banque“ sind risikobehaftet. Dabei geht es um hohe Summen und eine Kenntnis der komplizierteren Regeln ist unerlässlich.

Beispiele in Film, Literatur und darüber hinaus

James Bond wurde bereits mehrfach erwähnt, sei hier aber nochmal angeführt. In allein fünf Filmen der Agenten-Reihe stehen Baccara (Chemin de fer)-Partien im Fokus. Angefangen mit „James Bond jagt Dr. No“, dann in „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“, in „Feuerball“ sowie in „In tödlicher Mission“ und auch in „GoldenEye“ spielt der britische Agent im feinen Smoking Baccara.

Laut der „offiziellen“ Biografie der Romangestalt ist Baccara sein Lieblingsspiel. Tatsächlich findet es sich auch im ersten Roman von Ian Fleming, „Casino Royal“, wieder, wo sich James Bond mit „Le Chiffre“ im Baccara misst. (Im viel späteren gleichnamigen Film war es dann Poker.)

Sonst gibt es wenige prominente Beispiele, was auch dem Nischenleben des Kartenspiels geschuldet ist.

Allerdings gibt es eine sehr prominente Rosen-Art, die nach dem Glücksspiel benannt ist. Die Baccara- oder auch Baccarat-Rosen sind langstielige, großblumige und vor allem tiefrote Blumen. Sie gehören zu den bekanntesten und meist verkauften Rosensorten. Sie sind wohl DER Inbegriff einer roten Rose.

Nach der Rosensorte wiederrum hat sich das spanische Disco-Duo der Siebziger-Jahre benannt, das unter anderem Hits hatte wie „Yes Sir, I can Boogie“.

Eine Taschen- beziehungsweise „Groschenroman“-Reihe, bei der sich alles um die Irrungen und Wirrungen der Liebe dreht, trägt ebenfalls den Titel Baccara.

Wo finde ich sonst noch Wissenswertes zum Thema Baccara?

Wer sich etwa die komplizierten Regeln des Chemin de fer zu Gemüte führen möchte, findet diese etwa im Wikipedia-Eintrag zu Baccara hier.

Es gibt auch eine Reihe von Büchern zum Thema. Allerdings macht es einem die Tatsache, dass eine erfolgreiche Groschenroman-Reihe rund um das Thema Liebe den gleichen Namen trägt, nicht leicht, mit dem Stichwort „Baccara“ Bücher zu finden. „Baccara Kartenspiel“ oder „Baccara Ratgeber“ hilft da weiter.

Eine große Anzahl an Ratgebern ist allerdings nur in englischer Sprache erschienen.