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Dienstag, 23 Oktober 2018
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Casinofilme - Las Vegas

Die besten Casino-Filme

Glücksspiel bedeutet Spannung, Nervenkitzel und große Emotionen. Es ist kein Wunder, dass es eine ganze Reihe von Top-Filmen zum Thema Casino gibt. Die Redaktion von Slots Express stellt euch in diesem Artikel ihre Lieblingsfilme vor. Für echte Glücksspiel-Fans sind diese Casino-Filme Unterhaltung und Inspiration zugleich.

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The Gambler

The Gambler ist ein US-amerikanischer Film unter der Regie von Rupert Wyatt aus dem Jahr 2014 mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle. Der Film ist ein Remake des gleichnamigen Films (in Deutschland: „Spieler ohne Skrupel“) aus dem Jahr 1974 mit James Caan.

Die Handlung – worum geht es in The Gambler?

Jim Bennett ist „The Gambler“, ein spielsüchtiger Professor für Literatur in Los Angeles. Seine Spielsucht geht soweit, dass er sogar das große Erbe seines Großvaters Ed verspielt und am Ende mit einem riesigen Schuldenberg darstellt. Erschwerend kommt hinzu: Bennett spielt nicht nur in legalen Casinos, sodass die Schulden letztlich auch zu einem Sicherheitsproblem für seine komplette Familie werden. Nach diversen Versuchen, das Geld bei dem Kredithai Frank zu leihen, um zumindest etwas Zeit gewinnen, gelingt es ihm, seine wohlhabende Mutter davon zu überzeugen, ihm 260.000 Dollar zu leihen. Doch anstatt dieses Geld zu nutzen, um seine Schulden zu begleichen, verspielt er die komplette Summe bei einem einzigen Casino-Besuch.

Jim hat in einem seiner Kurse die Studentin Amy sitzen, der er ein großes schriftstellerisches Talent bescheinigt. Amy fühlt sich zu Jim hingezogen, aber Jims negative Lebenseinstellung macht eine Annäherung schwierig. Im gleichen Kurs wie Amy sitzt auch Lamar, ein Basketball-Spieler, der von einer NBA-Karriere träumt. Einer seiner zwielichtigen Kreditgeber gekidnappt Jim und droht mit der Ermordung von Amy. Um das zu verhindern, soll Jim Lamar dazu bringen, ein bestimmtes Spiel mit einem Vorsprung von höchstens 7 Punkten Vorsprung zu gewinnen. Lamar lässt sich auf diesen Deal ein, nachdem ihm Jim 150.000 Dollar verspricht.

Auch nach dieser Aktion bleibt noch ein großer Schuldenberg übrig. Letztlich bringt Jim Frank dazu, ihm 260.000 Dollar zu leihen. Allerdings macht Frank deutlich, dass er Jims komplettes persönliches Umfeld umbringen wird, falls dieser das Geld nicht zurückzahlt. Letztlich läuft alles auf einen großen Showdown hinaus, bei dem Jim alles beim Roulette setzt, um mit dem Gewinn seine Schulden komplett begleichen zu können. Er gewinnt und spielt nicht weiter. Stattdessen läuft er durch die halbe Stadt zu Amy.

Die Schauspieler – wer spielt mit?

Jim wird von Mark Wahlberg verkörpert. Seine Mutter Roberta wird von Jessica Lange dargestellt. John Goodman spielt den Kredithai Frank. Alvin Ing spielt Lee, den Betreiber eines illegalen Casinos. George Kennedy spielt Jims Großvater Ed. Amy wird von Brie Larson dargestellt.

Welche Rolle spielt das Glückspiel in „The Gambler“? Welche Spiele kommen vor?

Jim Bennett ist nur an echten Glücksspielen interessiert. Poker scheint für „The Gambler“ deswegen nicht interessant zu sein. Das wichtigste Spiel im Film ist der Klassiker Roulette. Besonders aufregend ist der Showdown, bei dem Jim am Roulette-Tisch um seine Zukunft und die Zukunft der Menschen, die ihm am nächsten sind, spielt. Aber auch Blackjack kommt vor. Bei diesem Spiel gibt es zwar einen strategischen Anteil, aber letztlich entscheidet auch der Glücksfaktor über den Erfolg. Ein wichtiges Detail, das nicht übersehen werden sollte: Jim Bennett hält nicht viel von sich selber und auch nicht viel vom Leben an sich. Das ist der Hauptgrund, warum er dazu bereit ist, große Risiken einzugehen, zum Beispiel auch in illegalen Casinos.

Wo wurde der Film gedreht?

The Gambler wurde in Los Angeles und Las Vegas gedreht. Bekannte Drehorte waren das USC Galen Center, das Playboy Mansion und die University of Southern California. Die Schlüsselszenen finden in illegalen Casinos statt, aber zumindest am Rande kommen auch einige der großen Casinos in Las Vegas vor. Aber der berühmte Las Vegas Strip spielt bei The Gambler nur eine Nebenrolle. Es gibt andere Casinofilme, in denen Las Vegas im Mittelpunkt steht. Das berühmteste und beste Beispiel ist Casino von Martin Scorsese.

Besonderheiten

George Kennedy ist einer der profiliertesten Nebendarsteller in der amerikanischen Kinogeschichte. Der berühmte Schauspieler hatte in The Gambler seinen letzten Auftritt als Großvater von Jim Bennett. Im Jahr 2016 verstarb George Kennedy im Alter von 91 Jahren.

Casino-Fans müssen diesen Film sehen, weil …

… der potenzielle Wahnsinn des Glücksspiels eindrücklich vorgeführt wird. The Gambler ist einer der Casino-Filme, in dem es vordergründig um Spielsucht geht. Im Kern geht es aber um eine Charakterstudie. Jim Bennett ist dem Glücksspiel verfallen, doch dafür gibt es einen Grund. Jim ist nicht besonders begeistert von seinem Leben und das Glücksspiel hat für ihn etwas Selbstzerstörerisches. Erst durch Amy entwickelt sich langsam eine andere Perspektive. Letztlich ist es seine neue Freundin, die ihn dazu bringt, das Glücksspiel aufzugeben. Bemerkenswert ist allerdings, dass er vorher alles auf eine Karte setzt, auch das Leben seiner Freundin. Mark Wahlberg spielt Jim Bennett sehr eindrücklich. Man nimmt ihm ab, dass er dazu bereit ist, große Risiken einzugehen. Auch Jessica Lange und John Goodman überzeugen in ihren Rollen. Der Film ist erstklassig besetzt, aber nicht immer ganz leicht zu ertragen. Der Showdown bringt schließlich die erhoffte Erlösung und das gewünschte Happy End.

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Casino

Casino ist ein Mafia-Film aus dem Jahr 1995 unter der Regie von Martin Scorsese mit Robert De Niro in der Hauptrolle. Für viele Kritiker ist Casino der ultimative Film über das Las Vegas der 1970er Jahre.

Die Handlung – worum geht es in Casino?

Casino erzählt eine Geschichte aus dem Las Vegas der 1970er Jahre. Im Mittelpunkt steht Sam „Ace“ Rothstein, ein erfolgreicher Berufsspieler, der von Chicago Outfit (italienische Mafia) den Auftrag bekommt, das Casino Tangiers zu leiten. Es gelingt Ace, dass heruntergekommene Casino innerhalb weniger Jahre zu einer Top-Adresse zu machen. Ein großer Teil der Einnahmen wird direkt an Chicago Outfit geleitet. Zudem wird eindrücklich gezeigt, wie die Polizei und die Lizenzbehörden durch Korruption daran gehindert werden, gegen die zwielichtigen Geschäfte vorzugehen.

Nicky Santoro ist ein alter Freund von Ace, der allerdings am Tangiers-Geschäft nicht direkt beteiligt ist. Aber als Enforcer ist Nicky zuständig für die Drecksarbeit. Doch mit dem Lohn, den er dafür von Ace bekommt, ist Nicky nicht zufrieden. Deswegen baut er eine eigene Bande auf, die in zahlreiche kriminelle Aktivitäten verwickelt ist. Nicky treibt es soweit, dass er in allen Casinos in Las Vegas Hausverbot bekommt. Der Anlass: Nicky spielt allzu aufreizend falsch und wird dabei erwischt.

Ginger ist eine Edelprostituierte, die sich zur großen Liebe von Ace entwickelt. Ginger hat allerdings eine problematische Beziehung zu ihrem ehemaligen Zuhälter. Deswegen kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten zwischen Ginger und Ace. Das Hauptproblem ist jedoch: Ginger liebt Ace nicht und wird trotz des luxuriösen Lebensstils immer unglücklicher. Das geht irgendwann so weit, dass Ginger Nicky bittet, Ace umzubringen. Dieser lehnt aber ab, um nicht zur Zielscheibe von Chicago Outfit zu werden.

In Las Vegas ändern sich die Umstände. Die Mafia ist nicht mehr dazu in der Lage, die Behörden komplett aufzuhalten. Im Film wird dies eindrucksvoll verdeutlicht, als Ace versucht, eine Casino-Lizenz bekommen, der Antrag aber abgelehnt wird. Einige Mafia-Größen werden schließlich verhaftet. Das hat direkt zur Folge, dass zahlreiche Mitwisser mit Auftragsmorden aus dem Weg geschafft werden. Auch Ace glaubt, auf der Liste der Mafia zu stehen.

Casino beginnt im Jahr 1983 mit einer Szene, in der Sam Rothstein in ein Auto steigt, das kurz danach in die Luft fliegt. Der Film endet mit der Fortsetzung der Szene, in der deutlich wird, dass Ace überlebt hat. Die Bombe wurde von Nicky platziert, der am Ende von der Mafia bei lebendigem Leibe begraben wird. Sam Rothstein verabschiedet sich aus Las Vegas. Er ist einer der wenigen, die weder im Knast landen noch ermordet werden. Zum Abschluss wird erzählt, dass Ace zusammen mit seiner Tochter ein ruhiges Leben als Buchmacher führt. Ginger stirbt an einer Überdosis.

Die Schauspieler – wer spielt mit?

Martin Scorsese hat für Casino ein beeindruckendes Schauspieler-Ensemble zusammengestellt. Robert De Niro spielt Sam „Ace“ Rothstein. Joe Pesci verkörpert Nicky Santoro. Ginger wird von Sharon Stone gespielt. Auch die Nebenrollen sind exzellent besetzt, zum Beispiel mit James Woods, Don Rickles und Alan King.

Welche Rolle spielt das Glücksspiel in Casino?

Das Glücksspiel steht nicht im Zentrum der Handlung. Aber das Casino Tangiers ist einer der wichtigsten Orte im Film. Deswegen sind immer wieder Roulette-Tische, Blackjack-Tische und Spielautomaten zu sehen. Besonders schön ist die Szene, in der Nicky beim Falschspielen erwischt wird. Für Glücksspiel-Fans ist es interessant zu sehen, wie Las Vegas in den 1970er Jahren aussah. Der Film ist unter anderem berühmt dafür, bei der Ausstattung bis in die letzten Details sehr realistisch zu sein.

Wo wurde Casino gedreht?

Alle Szenen wurden im Riviera Casino in Las Vegas gedreht. Allerdings ist der Eingang zum Casino, dem Film zu sehen ist, nicht der Eingang des Riviera Casinos. Stattdessen hat sich Scorsese dazu entschieden, den prachtvollen Eingang des Landmark Hotels für den Film zu nutzen. Das „Landmark Hotel and Casino“ war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bereits geschlossen und wurde wenig später abgerissen.

Besonderheiten

Casino basiert auf der Lebensgeschichte von Frank „Lefty“ Rosenthal. Der Film hätte nie gedreht werden können, wenn Rosenthal nicht ein großer Fan von Robert De Niro gewesen wäre. Der Drehbuch-Autor Nicholas Pileggi hatte bereits mehrfach versucht, Rosenthal dazu zu bewegen, die Geschichte in einem Film verarbeiten zu dürfen. Aber der ehemalige Casino-Manager hatte stets abgelehnt. Erst als Rosenthal herausfand, dass er von Robert De Niro verkörpert werden sollte, stimmte er zu und verkaufte die Rechte an seiner Geschichte. Das Buch, auf dem der Film letztlich basiert, kam übrigens erst nach dem Erscheinen des Films auf den Markt.

Casino-Fans müssen diesen Film sehen, weil …

… Casino das alte Las Vegas in großartigen Bildern zeigt. Casino ist ohne Zweifel einer der besten Filme von Martin Scorsese. Die Kritiker streiten sich darüber, ob Good Fellas oder Casino der beste Mafiafilm des Regie-Genies ist. Wir empfehlen: beide gucken! Allerdings geht es nur in Casino um Las Vegas. Ein Film mit Filmikonen wie Robert De Niro, Joe Pesci und Sharon Stone wäre auch ohne einen genialen Regisseur wahrscheinlich sehenswert. Aber Martin Scorsese macht aus Casino ein grandioses Epos, das als brutales Sittengemälde einer längst vergangenen Zeit gesehen werden kann.

Die schauspielerischen Leistungen sind auf absolutem Spitzenniveau. Gleiches gilt aber auch für die Kameraarbeit von Robert Richardson. Für schwache Nerven ist Casino nicht geeignet, denn es gibt einige sehr brutale Szenen. Besonders schwer zu ertragen ist die Szene, in der Nicky Santoro lebendig begraben wird. Aber Gewalt ist oft ein wichtiges Stilmittel für Martin Scorsese und der Film wäre komplett anders, wenn Auseinandersetzungen und Übergriffe nicht so explizit dargestellt würden.

Das Glücksspiel steht nicht im Mittelpunkt von Casino. Aber ganz nebenbei können die Zuschauer einen umfassenden Eindruck von einer besonderen Parallelwelt, wie es sie in dieser ausgeprägten Form wohl nur für einige Jahre in Las Vegas gegeben hat, bekommen. Der Film ist fast drei Stunden lang, aber Langeweile kommt an keiner Stelle auf. Es lohnt sich sogar, Casino mehrmals zu schauen, denn es gibt viele kleine Details, die man beim ersten Schauen leicht übersieht. Casino ein Film, den jeder Kino-Fan irgendwann einmal sehen sollte.

21

21 ist ein US-Film aus dem Jahr 2008 unter der Regie von Robert Luketic. Der Film erzählt die Geschichte eines MIT Blackjack Teams, das ab 1979 mit einem ausgeklügelten Kartenzähl-System zum Schrecken zahlreiche Casinos wurde.

Die Handlung – worum geht es in 21?

Ben Campbell studiert am weltberühmten MIT (Massachusetts Institute of Technology). Der heimliche Traum des begabten Studenten ist jedoch ein Medizin-Studium an der Harvard University. Beim Vorstellungsgespräch in der Harvard University wird er darüber aufgeklärt, dass es viele ähnlich begabte Studenten gäbe. Nur wenn er etwas bieten könne, was die anderen nicht haben, eine besondere Geschichte, hätte er eine Chance auf einen Studienplatz. Daraufhin erzählt Ben die Geschichte des MIT Blackjack Teams.

Beim Black Jack Karten zählen – so geht’s

Der Film erzählt in Rückblenden, wie Ben von seinem Mathematikprofessor Micky Rosa eingeladen wird, um in einer geheimen Gruppe mitzuarbeiten. Das Ziel der Gruppe: Ein Blackjack-System zu entwickeln, mit dem es möglich ist, jedes Casino auf der Welt zu schlagen. Ben lehnt anfangs ab, wird aber von seinem Professor unter Druck gesetzt und stimmt schließlich zu. In der Folge findet sich Ben regelmäßig in Las Vegas wieder, um mit anderen Studenten aus der Gruppe an Blackjack-Tischen zu spielen.

Trotz seiner anfänglichen Skepsis ist Ben sehr schnell fasziniert von den finanziellen Erfolgen und steigert die Einsätze immer weiter. Durch das Engagement für das MIT Blackjack Team leiden seine studentischen Leistungen und er bekommt Schwierigkeiten mit seinen Freunden. Zugleich möchte er aber auch seine Mitspielerin Jill Taylor für sich gewinnen. Der finanzielle Erfolg scheint ihm dabei die beste Voraussetzung zu sein, um ein großartiges Leben mit Jill führen zu können.

Die ständigen Streitigkeiten in seinem Privatleben führen letztlich dazu, dass Ben die Kontrolle verliert und an einem einzigen Abend einen Verlust von 200.000 Dollar einfährt, weil er die Signale seiner Mitspieler missachtet. Dadurch kommt es zum Streit und schließlich auch zum Bruch mit Professor Rosa. Nach einem heftigen Disput beschließen die Team-Mitglieder, alleine weiterzumachen unter der Leitung von Ben.

Doch Professor Rosa will das nicht zulassen und verrät die Gruppe ein Cole Williams, der als Leiter der Sicherheit in diversen Casinos längst auf Ben und seine Mitspieler aufmerksam geworden ist. Bislang war es ihm jedoch nicht möglich, das verbotene Kartenzählen nachzuweisen. Das Ergebnis ist, dass Ben brutal zusammengeschlagen wird und Las Vegas verlassen muss.

Professor Rosa hat währenddessen Ben ausgeraubt. Sämtliche Gewinne aus dem Blackjack-Spiel sind weg. Zudem soll der einflussreiche Mathematik-Professor dafür, dass Ben in allen Uni-Kursen durchfällt und vor den Scherben seiner Existenz steht. In einem letzten verzweifelten Versuch gelingt es Ben, den gierigen Professor davon zu überzeugen, ein letztes Mal zusammen mit ihm auf Blackjack-Tour zu gehen. Beide müssen sich dazu maskieren, da die Casinos in Las Vegas eine moderne Software zur Gesichtserkennung nutzen.

Zunächst sieht es aus, als hätten beide Erfolg bei diesem letzten großen Coup. Aber Cole Williams entdeckt die beiden und kann schließlich den Professor stellen, während Ben flüchtet. Es stellt sich heraus, dass Ben und Williams gemeinsame Sache gemacht haben. Der Professor hat als Beute nur Schokoladen-Chips in der Tasche, die Ben geschickt gegen den echten Gewinn ausgetauscht hat.

Doch auch Ben wird nicht zum Gewinner, denn Cole Williams macht mit einer gezogenen Waffe deutlich, dass er das komplette Geld kassiert. Er begründet dies damit, dass Professor Rosa schon einmal mit einer ähnlichen Geschichte dafür gesorgt habe, dass er seinen Job verloren hätte. Ben lässt die Sache auf sich beruhen, geht zurück nach Boston und schafft schließlich seinen Abschluss am MIT.

Schließlich bildet Ben ein neues Team, das große Erfolge feiert und viel Geld mit Blackjack gewinnt. Der Film endet im Büro des Jurors, der sichtlich gebannt dem Ende der Geschichte lauscht. Unklar bleibt allerdings, warum Ben trotz der großen finanziellen Erfolge mit dem neuen Team darauf angewiesen ist, ein Harvard-Stipendium zu bekommen. Aber das trübt das positive Ende in keiner Weise.

Die Schauspieler – wer spielt mit?

Kevin Spacey spielt den brillanten und zugleich verschlagenen Mathematik-Professor Micky Rosa. Eine bessere Besetzung für diese Rolle ist kaum vorstellbar, denn Kevin Spacey kann solche Charaktere wie kaum ein anderer spielen. Jim Sturgess spielt den brillanten Studenten Ben Campbell. Jill Taylor wird von Kate Bosworth hinreißend dargestellt. Laurence Fishburne brilliert in seiner Nebenrolle als Cole Williams, der eigentlich das Gesetz vertreten soll, selbst aber bereit ist, für den eigenen Vorteil über die bestehenden Grenzen hinauszugehen.

Welche Rolle spielt das Glücksspiel in 21?

Blackjack ist ein besonderes Glücksspiel. Anders als zum Beispiel Roulette hat Blackjack einen strategischen Faktor. Mit richtigen Entscheidungen ist es möglich, die Gewinnchancen beim Blackjack zu optimieren. Bei normalem Vorgehen ist es allerdings nicht möglich, die Bank beim Blackjack zu schlagen. Das geht nur mit Kartenzählen. Die Idee ist recht einfach: Die Wahrscheinlichkeiten beim Spielen verändern sich, wenn das Kartendeck kleiner wird und weniger Karten enthält. Die Kunst beim Kartenzählen besteht darin, alle Aktionen im Spiel nachzuhalten, um bessere Entscheidungen treffen zu können. Letztlich ist das ein relativ einfaches mathematisches Problem. Die Schwierigkeit besteht darin, das Kartenzählen so umzusetzen, dass das Casino nichts mitbekommt.

Bei 21 wird ein System präsentiert, das über fast zwei Jahrzehnte in der Praxis hervorragend funktioniert hat. Die Hauptfigur Ben spielt mit mehreren anderen Spielern, deren Aufgabe vor allem darin besteht, die ausgegebenen Karten nachzuhalten. Mit verabredeten Zeichen und Gesten wird Ben zu verstehen gegeben, ob er zum Beispiel eine neue Karte ziehen oder die Karten stehen lassen soll. Blackjack ist das einzige Casino-Spiel, dass eine derartige strukturelle Lücke hat. Aber die Casinos haben längst reagiert: Heute ist es zum Beispiel üblich, dass mindestens 6 Kartendecks genutzt werden. Oft wird auch der Kartenstapel nicht bis zum Ende gespielt. Durch solche Gegenmaßnahmen sind Kartenzähl-Systeme (leider) heutzutage nicht mehr lukrativ.

Wo wurde 21 gedreht?

Die Casino-Szenen in 21 wurden im Red Rock Casino, im Hard Rock Casino und im Planet Hollywood Casino in Las Vegas gedreht. Teilweise wurden die Szenen bei laufendem Betrieb gedreht, sodass eine sehr realistische Atmosphäre entsteht. Es war nicht schwierig für die Produzenten, Drehgenehmigungen in Las Vegas zu bekommen. Die Casino-Besitzer betrachten den Film als Werbung. Da Kartenzählen heute aufgrund diverser Gegenmaßnahmen nicht mehr funktioniert in Las Vegas, heißen die Casinos jeden Spieler gerne willkommen, der am Blackjack-Tisch ein altes oder neues Kartenzähl-System ausprobieren möchte. Das echte MIT ist im Film nicht zu sehen. Die entsprechenden Szenen wurden in der University of Boston gedreht.

Besonderheiten

In einer Szene begrüßt Ben einen Blackjack-Dealer mit den Worten: „Jeffrey, my brother from another mother.“ Der Dealer ist Jeff Ma, einst Mitglied in einem der echten MIT Blackjack Teams. Der Cameo-Auftritt des ehemaligen MIT-Studenten ist ein besonders hübsches Detail.

Casino-Fans müssen diesen Film sehen, weil …

… jeder Casino-Fan davon träumt, die Bank zu sprengen. Die MIT Blackjack Teams sind diesem Traum sehr nahegekommen. Fast zwei Jahrzehnte lang gelang es unterschiedlichen Teams, zahlreiche Casinos finanziell zu schädigen. Allerdings ist es tatsächlich nie gelungen, die Bank komplett zu sprengen. Möglich gewesen wäre das theoretisch. Aber aus Sicherheitsgründen haben alle MIT Blackjack Teams strikt darauf geachtet, möglichst nicht aufzufallen. Dazu gehörte auch, die Aktivitäten über viele verschiedene Casinos und Länder zu verteilen. Die Zeiten, in denen es möglich ist, mit Kartenzählen am Blackjack-Tisch gigantische Summen zu gewinnen, sind vorbei. Aber es macht Spaß, sich an diese Zeit mit nostalgischer Wehmut zu erinnern.

Casino Royale

Casino Royale ist der 21. Film der James-Bond-Reihe aus dem Jahr 2006 und zählt primär weniger zum Genre der Casinofilme. Unter der Regie von Martin Campbell durfte Daniel Craig zum ersten Mal in die Rolle des legendären Geheimagenten schlüpfen.

Die Handlung – worum geht es in Casino Royale?

Casino Royale basiert auf dem ersten Roman der James-Bond-Reihe von Ian Flemming.

Steven Obanno, ein hohes Mitglied der Lord’s Resistance Army übergibt dem Aktienhändler Le Chiffre einen hohen Geldbetrag. Den Kontakt zwischen diesen beiden zwielichtigen Gestalten hat der Bankier Mr. White hergestellt, der im späteren Verlauf noch eine wichtige Rolle spielen wird. Le Chiffre nutzt das Geld, um über einen Mittelsmann den Terroristen Mollaka anzuwerben. An dieser Stelle kommt James Bond ins Spiel. Auf Madagaskar jagt James Bond Mollaka in einer wilden Verfolgungsjagd und tötet ihn schließlich. Geplant war aber eine Verhaftung. Die Folge ist, dass Bond von seiner Vorgesetzten M vom Fall abgezogen wird.

James Bond lässt sich jedoch davon nicht beeindrucken und versucht zu ermitteln, wer hinter Mollaka steht. Schließlich kann er Alex Dimitrios als Mittelsmann identifizieren. Nach einer längeren Beschattung auf den Bahamas tötet Bond schließlich Dimitrios in Miami. Anschließend verhindert er einen Terroranschlag und schaltet den Terroristen Carlos aus. Damit trifft er Le Chiffre empfindlich, denn mit dem Attentat wollte der Börsenspekulant durch Leerverkäufe ein Vermögen machen. Nun hat Le Chiffre das Problem, dass das Geld von Obanno weg ist, aber sein Plan nicht aufgegangen ist.

Le Chiffre sieht nur einen Ausweg, das riesige finanzielle Problem zu lösen. Er fliegt nach Montenegro, um im Casino Royale die Verluste mit Pokergewinnen auszugleichen. Der britische Geheimdienst MI6 erfährt von diesem Plan und beauftragt James Bond damit, Le Chiffre zu stoppen. Über René Mathis, einen Agenten vor Ort, lernt Bond Vesper Lynd kennen, die in diesem Film das traditionelle Bond-Girl verkörpert.

Zur Tarnung nimmt James Bond am gleichen Pokerturnier teil wie Le Chiffre. Während des Turniers zieht sich Le Chiffre kurz auf sein Zimmer zurück und wird dabei von Obanno massiv bedroht. James Bond bekommt die Szene mit und zieht Obanno aus dem Verkehr. Anschließend muss Bond einen Deal mit dem lokalen CIA-Mitarbeiter machen, um genügend Geld für die Teilnahme am Turnier zu haben. Bond verspricht im Gegenzug, dass Leitner und die CIA den Zugriff auf den berüchtigten Le Chiffre machen dürfen.

Bond gewinnt schließlich das Turnier, wird vorher aber beinahe noch von Le Chiffre vergiftet. Die berühmteste Szene des Films ist die entscheidende Partie, bei der Bond mit einem Straight Flush in fast aussichtsloser Position gewinnt. Allerdings lässt Le Chiffre das nicht auf sich sitzen und entführt das Bond-Girl Vesper Lynd. Auf der anschließenden Verfolgungsjagd überfährt Bond beinahe Lynd. Als Folge des Ausweichmanövers, das nötig ist, um die am Boden liegende Lynd nicht zu überfahren, verliert Bond komplett das Bewusstsein. Also wieder zu sich kommt, erklärt Le Chiffre dem Geheimagenten, dass der lokale Agent Mathis auf seiner Gehaltsliste stehe.

Der gefesselte Bond wird brutal gefoltert. Nackt auf einem Stuhl sitzend, muss Bond heftige Schläge mit einer Affenfaust (verknotetes Seil) auf seine Genitalien ertragen. Doch James Bond lässt sich nicht auf die Forderungen von Le Chiffre ein. Daraufhin will der Börsenspekulant Bond töten. Im letzten Moment wird er überraschenderweise vom Bankier Mr. White gerettet. Mr. White erschießt Le Chiffre und befreit Bond aus seiner misslichen Lage.

Der gerettete Bond erholt sich in bester Tradition mit Vesper Lynd an einem Strand von den unangenehmen Erlebnissen. James Bond hat genug vom Geheimagenten-Leben und möchte eine Zukunft mit seiner neuen Freundin starten. Aus diesem Grund schickt er seine Kündigung per E-Mail an seine Chefin M. aber ganz so leicht ist der Ausstieg nicht. In Venedig wird Bond schließlich darüber informiert, dass Vesper Lynd dazu gezwungen wurde, das Geld vom Turniergewinn den Terroristen selbst zu überreichen.

In Venedig tötet Bond diverse Terroristen bei der vermeintlichen Geldübergabe. Allerdings kommt es trotzdem nicht zum Happy End, denn Vesper Lynd nimmt sich das Leben. Dabei wählt sie eine besonders grausame Methode. Eingeschlossen in einem Fahrstuhl lässt sie sich freiwillig in einem sinkenden Haus unter die Wasseroberfläche ziehen. Bond kann seine Freundin zwar noch aus dieser misslichen Situation befreien, doch es ist zu spät.

Als Bond das Handy seiner Freundin überprüft, stellt er fest, dass Mr. White mittlerweile im Besitz des Geldes ist. Bond schießt dem Bankier ins Bein. Dieser fragte ihn daraufhin nach seinem Namen. Bemerkenswert: Zum ersten Mal im gesamten Film sagt der berühmteste Geheimagent seiner Majestät: „Mein Name ist Bond, James Bond.“

Noch ein Hinweis für angehende Bond-Fans: Die Handlung wird fortgeführt im nächsten Bond-Film „Ein Quantum Trost“ (Originaltitel: Quantum of Solace).

Die Schauspieler – wer spielt mit?

Daniel Craig schlüpfte für Casino Royale zum ersten Mal in die Rolle des berühmten Geheimagenten des MI6. Vor ihm waren bereits Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton und Pierce Brosnan als James Bond in der offiziellen Filmreihe zu sehen. Übrigens wurde auch schon Mark Wahlberg aus The Gambler als künftiger Bond gehandelt. Eva Green spielt das Bond-Girl Vesper Lynd. Als Gegenspieler Le Chiffre ist Mads Mikkelsen zu sehen. Bonds Chefin M wird von Judi Dench verkörpert.

James Bond ist eine der begehrtesten Rollen für männliche Darsteller in den besten Jahren. Aber die Geschichte zeigt, dass eine Besetzung als James Bond auch zum Karriereknick führen kann. Die Kritiker sind sich jedoch einig: Daniel Craig spielt nicht nur in Casino Royale die Rolle des britischen Geheimagenten hervorragend. Auch in den folgenden Filmen zeigt Daniel Craig, dass er eine hervorragende Besetzung ist.

Welche Rolle spielt das Glücksspiel in Casino Royale?

Das Pokerturnier, an dem James Bond und sein Gegenspieler Le Chiffre teilnehmen, spielt eine wichtige Rolle in der Dramaturgie. Gespielt wird übrigens No-Limit Texas Hold‘em. Das ist eine gute Wahl, da die meisten Pokerfans dieses Spiel gut kennen. Für einen Showdown sind die Spielregeln optimal, denn die Gemeinschaftskarten auf Turn und River können den Spielausgang komplett verändern. Für einen echten Pokerfan ist Casino Royale gerade aufgrund des Pokerturniers ein spannender Film. Ansonsten spielt Pokern für die Handlung keine Rolle. Andere Glücksspiele kommen bestenfalls am Rande vor, wenn James Bond oder die anderen Figuren sich im Casino bewegen.

Wo wurde Casino Royale gedreht?

Der Film wurde zum größten Teil in den Barrandov Studios in Prag und in den Pinewood Studios in der Nähe von London gedreht. Auch die Casino-Szenen wurden im Studio gefilmt, nicht in einem echten Casino. Trotzdem entsteht eine realistische Atmosphäre in diesem Casino-Film, die auch einen echten Glücksspiel-Fan überzeugt. Die Außenszenen wurden in Italien, Großbritannien und auf den Bahamas gedreht.

Besonderheiten

Viele Fans der James-Bond-Reihe warten bei Casino Royale vergeblich auf Q, den genialen Tüftler, der Bond in diversen Filmen mit genialen Waffen ausstattet. In Casino Royale tritt Q jedoch nicht auf. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Im gleichnamigen Roman von Ian Fleming, auf dem der Film basiert, gibt es Q noch nicht. Auch die berühmte Miss Moneypenny taucht im Film nicht auf, obwohl diese zumindest in einem Nebensatz des Romans erwähnt wird.

Casino-Fans müssen diesen Film sehen, weil …

… der Showdown zwischen James Bond und Le Chiffre am Final Table eine der besten Pokerszenen der Filmgeschichte ist. Für beide Spieler geht es um extrem viel. Die Spannung steigt deswegen bis auf den Siedepunkt. Vielleicht ist es ein bisschen zu schön, dass Bond am Ende mit einem Straight Flush gewinnt. Aber unmöglich ist das nicht. Es gibt wohl keinen Pokerfan, der nicht schon einmal davon geträumt hat, ein wichtiges Spiel mit einer derart großartigen Hand im letzten Moment zu gewinnen.

Ocean’s Eleven

Ocean’s Eleven ist ein Heist-Movie von Steven Soderbergh aus dem Jahr 2001. In diesem US-Film geht es um einen groß angelegten Diebstahl in Las Vegas. Ocean’s Eleven ist ein Remake von Ocean’s 11 (Frankie und seine Spießgesellen) aus dem Jahr 1960. In diesem ebenfalls sehenswerten Film spielten Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr. und Angie Dickinson die Hauptrollen.

Die Handlung – worum geht es in Ocean’s Eleven?

Ocean’s Eleven beginnt mit der Entlassung von Danny Ocean aus dem Gefängnis. Nach einem größeren Diebstahl musste Danny mehrere Jahre absitzen und darf nun auf Bewährung raus. Doch mit der Bewährung hat er nicht viel am Hut und plant sofort den nächsten großen Raub. Das Ziel ist das Bellagio, eines der berühmtesten Casino-Hotels der Welt. Besonders attraktiv wird der geplante Raub durch den Umstand, dass der Casino-Besitzer Terry-Benedigt auch die Einnahmen zweier anderer berühmter Casinos im Tresor des Bellagios bunkert. Wenn alles gut läuft, kann Danny mit seinem Plan die Einnahmen aus dem Bellagio, dem MGM Grand Hotel and Casino und dem Mirage erbeuten. Insgesamt rechnet der gewiefte Dieb mit einem Gewinn von über 160 Millionen Dollar.

Allerdings ist der Weg zu diesem großen Schatz nicht ganz einfach, denn es gibt einen modernen Tresor, der mit zahlreichen Sicherheitssystemen geschützt ist. Zudem ist der Tresor in einer Tiefe von 60 Meter in einem Bunker untergebracht. Die einzige Möglichkeit bestünde darin, das Geld direkt durch das Casino zu transportieren. Dafür wäre es aber zunächst einmal nötig, das Geld überhaupt aus dem Tresor zu holen. Doch Danny hat einen Plan.

Im Knast hatte der trainierte Ganove viel Zeit, über ein geeignetes Team für den Raub nachzudenken. Im Film wird in einer sehr schönen Sequenz gezeigt, welche Qualitäten die verschiedenen Teilnehmer haben. Für den Raub stellt Danny ein 11er-Team zusammen. Daher kommt auch der Titel des Films. Das Verbrecher-Team besteht aus seinem Freund Rusty Ryan, den Kfz-Spezialisten Virgil und Turk Malloy, dem Pyrotechniker Basher Tarr, dem Taschendieb Linus Caldwell, dem Elektroniker Livingston Dell, dem chinesischen Zirkusakrobaten Yen, dem Croupier Frank Catton und dem erfahrenen Casino-Experten Saul Bloom.

Doch noch fehlt die wichtigste Person: Reuben Tishkoff. Der ehemalige Casino-Besitzer soll den Coup finanzieren. Dieser lehnt jedoch zunächst ab. Als Danny und Rusty in jedoch erklären, dass es sich um Casinos von Terry Benedict handelt, ändert Tishkoff seine Meinung, denn mit Benedict hat der Unternehmer noch eine Rechnung offen, nachdem dieser ihm ein Las-Vegas-Hotel auf nicht ganz saubere Weise abgenommen hat.

Im nächsten Abschnitt dieses beeindruckenden Casino-Films geht es um die Vorbereitung des Diebstahls. Dazu stellt das Team einen originalgetreuen Nachbau des Tresorraums her, an dem die Einbrecher, vor allem der Acrobat Yen, üben können. Zudem schafft es Livingston Dell, das Überwachungssystem des Bellagios zu hacken. Somit ist es möglich, die Abläufe im Casino detailliert zu studieren. Das ist wichtig, da das Geld durch das Casino nach draußen getragen werden muss.

Der große Plan wird beinahe abgeblasen, als Rusty entdeckt, dass Tess, Dannys Ex-Frau, die Freundin von Terry Benedict ist und die Gemäldegalerie des riesigen Casinos leitet. Rusty vermutet, dass es gar nicht in erster Linie um das Geld geht, sondern um einen persönlichen Rachefeldzug. Danny gibt das auch zu, als er mit diesem Vorwurf konfrontiert wird, besteht aber darauf, dass der Plan trotzdem gut sei und alle Beteiligten reich werden könnten. Rusty gibt schließlich nach und lässt den Plan nicht platzen.

Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist ein großes Ablenkungsmanöver. Am Abend des Diebstahls ruft Rusty Terry Benedict an und behauptet, dass er gerade bestohlen würde. Benedict glaubt an einen schlechten Scherz, doch als auf den Bildern in seinen Überwachungsraum der Raub zu sehen ist, bekommt er Panik. Rusty bietet ihm an, 80 Millionen Dollar im Tresor zulassen, wenn das Team dafür 80 Millionen Dollar ungehindert mitnehmen dürfe. Andernfalls würde das komplette Geld mit Brandbomben vernichtet.

Benedict lässt sich zum Schein darauf ein, ruft aber sofort danach die Polizei und veranlasst, dass der Wagen mit der vermeintlichen Beute am Flughafen von seinen eigenen Sicherheitsleuten gestoppt wird. Es stellt sich jedoch heraus, dass in dem Lieferwagen nur Papierzettel sind. In der Überwachungszentrale lief eine Aufzeichnung, die das Team im Nachbau des Tresors gedreht hatte. Das Einbrecher-Team ist währenddessen erst auf dem Weg zum Tresor, allerdings als SWAT-Team verkleidet. Das Casino-Personal hält die schwarz Uniformierten für die herbeigerufene Polizei. Der Raub gelingt und die Einbrecher können unbehelligt durch das Casino mit den kompletten 160 Millionen verschwinden. Besonders beeindruckend: Terry Benedict schaut ahnungslos zu, wie die vermeintlichen Polizisten die Diebesbeute transportieren.

Während der Vorbereitungen des Raubs hatte Danny bereits diverse Kontakte mit seiner Ex-Frau Tess. Benedict hatte dies mitbekommen und in einer Szene sogar dafür gesorgt, dass Danny zusammengeschlagen wurde. Da Benedict genau weiß, mit wem er es zu tun hat, verdächtigt er Danny Ocean als Urheber des Raubs. In einem Vieraugengespräch deutet Danny an, dass er das gesamte Geld zurückbringen könnte, wenn Benedict dafür auf Tess verzichten würde. Allerdings hat Danny dafür gesorgt, dass Tess dieses Gespräch beobachten kann. Als Tess erkennt, dass Benedict bereit ist, für das Geld auf sie zu verzichten, ist sie extrem enttäuscht. Tess verlässt Benedict und kommt wieder mit Danny zusammen.

Ein perfektes Happy End gibt es allerdings zunächst nicht, denn Danny Ocean wird verhaftet. Es geht allerdings nicht um den Raub, sondern um einen Verstoß gegen seine strengen Bewährungsauflagen. Ocean hätte nicht nach Nevada reisen dürfen und muss deswegen noch einmal für 6 Monate ins Gefängnis. Bei seiner Entlassung stehen Tess und Rusty vor dem Gefängnis, um ihn abzuholen. Als sie gemeinsam wegfahren, wird in der letzten Szene gezeigt, dass das Trio verfolgt wird. Terry Benedict hat sein Geld noch nicht aufgegeben. Falls ihr wissen wollt, wie es weitergeht, solltet ihr euch die Fortsetzungen Ocean’s Twelve und Ocean’s Thirteen anschauen.

Die Schauspieler – wer spielt mit?

Ocean’s Eleven ist ein herausragend besetzter Casino-Film. Danny Ocean wird von George Clooney verkörpert. Brad Pitt spielt seinen Freund Rusty Ryan. Linus Caldwell wird von Matt Damon gespielt. Julia Roberts spielt Tess. Der Casino-Besitzer wird von Andy Garcia dargestellt. Andere bekannte Schauspieler in diesem Film sind Casey Affleck (Virgil Mallo), Elliott Gould (Reuben Tishkoff) und Don Cheadle (Basher Tarr).

Welche Rolle spielt das Glücksspiel in Ocean’s Eleven?

Das Glücksspiel kommt bei Ocean’s Eleven nur am Rande vor. Rusty ist offensichtlich ein guter Pokerspieler, da er in eine Szene bekannten Schauspielerinnen und Schauspielern einige Tricks verrät. Aber ansonsten ist der Casino-Betrieb vor allem der bunte Hintergrund für eine nüchtern erzählte Geschichte. Dadurch entsteht ein schöner Kontrast. Zudem kann man den ganzen Raub als Metapher für ein strategisches Casino-Spiel betrachten, denn trotz aller Strategie ist auch viel Glück erforderlich, um mit dem wahnwitzigen Plan erfolgreich zu sein.

Wo wurde Ocean’s Eleven gedreht?

Für Casinofreunde sind die interessantesten Szenen natürlich diejenigen, die in echten Casinos gedreht werden. Ein großer Teil des Films zeigt die Originalschauplätze, zum Beispiel im Bellagio, im MGM Grand Hotel und im Mirage. Das Bellagio ist besonders prominent vertreten. Das ist eine sehr gute Wahl, denn in diesem Casino-Hotel findet das legendäre Big Game in Bobby’s Room statt. Im Film spielt dieses Pokerspiel für High Roller zwar keine Rolle, aber jeder Casino-Fan sollte wissen, was das Big Game ist. Pokerlegenden wie Barry Greenstein, Doyle Brunson und Daniel Negreanu haben dieses Game weit über Las Vegas hinaus bekannt gemacht. Ein interessantes Detail noch: Alle drei Casinos, die im Film vorkommen, gehören tatsächlich zusammen. Die MGM-Resorts-International-Gruppe besitzt das Bellagio, das Mirage und das MGM Grand Hotel. Ocean’s Eleven hat einen ganz eigenen Look, der sich zum Beispiel fundamental von The Gambler oder 21 unterscheidet.

Besonderheiten

Im Film treten einige Stars als sie selbst auf. Das ist insofern realistisch, weil Las Vegas seit jeher Stars aus der Unterhaltungsbranche anzieht. Zu sehen sind unter anderem die beiden weltbekannten Boxer Wladimir Klitschko und Lennox Lewis. Die Auftritte dieser beiden Boxer und diverser anderer Stars tragen dazu bei, dass der Casino-Film eine besonders realistische Atmosphäre bekommt.

Ein anderes schönes Detail, das ebenso lustig wie kurios ist: Der Akrobat Yen spricht im Film kein Wort Englisch, aber wenn er mit den anderen Team-Mitgliedern Chinesisch spricht, verstehen diese in oder eine einzige Nachfrage und antworten ihm auf Englisch bzw. in der deutschen Fassung auf Deutsch.

Es gibt eine schöne Referenz an einen anderen Casino-Film, den wir auf dieser Seite besprechen: Casinobetreiber Terry Benedict ist in seinem ganzen Auftreten und seiner Kleidung eindeutig angelehnt an Sam „Ace“ Rothstein aus „Casino“ von Martin Scorsese. Auch die Villa des Casino-Besitzers ähnelt auf verdächtige Weise der Villa, die Rothstein besitzt.

Ganz zu Beginn des Films gibt es eine schöne Szene, in der Brad Pitt als Rusty Ryan mehreren jungen Damen und Herren das Pokerspiel beibringt. Am Tisch sitzen die (zumindest damals) populären US-Schauspieler: Topher Grace, Holly Marie Combs, Barry Watson, Shane West und Joshua Jackson.

Casino-Fans müssen diesen Film sehen, weil …

… Ocean’s Eleven ein großartiger Film ist, indem die Atmosphäre einige der bekanntesten Casinos in Las Vegas hervorragend eingefangen wird. Vor allem das Bellagio wird in vielen tollen Aufnahmen gezeigt. Auch wenn das Glücksspiel nur eine Nebenrolle hat, ist Ocean’s Eleven ein echter Casino-Film. Die Geschichte ist spannend, die Darsteller sind hervorragend und der Film hat einen ganz eigenen Stil. Die Geschichte wird mit sehr schönen Bildern erzählt, sodass Ocean’s Eleven nicht nur echten Glücksspiel-Fans viel Freude bereitet.

Rounders

Rounders ist ein US-amerikanischer Pokerfilm aus dem Jahr 1998. Unter der Regie von John Dahl wird die Geschichte eines brillanten Pokerspielers erzählt, der bei illegalen Spielen diverse Abenteuer erlebt.

Die Handlung – worum geht es in Rounders?

Mike Mc Dermott ist ein Jurastudent, der eine besondere Begabung für das Pokerspiel hat. Sein großer Traum ist es, an der World Series of Poker teilzunehmen und Poker-Weltmeister zu werden. Um sich diesen Traum zu verwirklichen, spielt Mike an illegalen Pokertischen und setzt dabei sein komplettes Vermögen in Höhe von 30.000 Dollar ein. Am Tisch des russischen Gangsters Teddy, der den vertrauenswürdigen Spitznamen „KGB“ hat, verliert Mike sein komplettes Geld mit einem Full House gegen ein höheres Full House. Als Konsequenz aus diesem riesigen Verlust beschließt Mike, auch unter dem Druck seiner Freundin Jo, mit Poker aufzuhören und sich ausschließlich auf das Jurastudium zu konzentrieren. Allerdings bietet ihm sein Freund und Poker-Mentor Joey Knish an, ihn mit einem Bankroll auszustatten für weitere Spiele. Mike lehnt das jedoch ab und entscheidet sich dazu, einen Teilzeitjob als Lieferdienstfahrer in Joeys Firma anzunehmen, um sein Studium zu finanzieren.

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Als Lester „Worm“ Murphy aus dem Gefängnis entlassen wird, ändert sich auch für Mike die Situation. Lester ist ein Betrüger, der keine Chance hätte, auf faire Weise beim Poker große Erfolge zu erzielen. Erschwerend kommt hinzu, dass Lester große Schulden hat aus einer Zeit vor der Haft. Um seinen Freund zu helfen, führte er ihn in einige der illegalen Pokerspiele ein, an denen er teilgenommen hat. Dabei lässt er sich widerwillig bei einem Game dazu überreden, selbst mitzuspielen. Als seine Freundin Jo das mitbekommt, wird seine Beziehung in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem hilft Mike Lester weiter und leiht ihm 2.000 Dollar, um im Chesterfield Club zu spielen. Lester Gewinn tatsächlich 8.000 Dollar streicht den kompletten Gewinn ein, ohne Mike das geliehene Geld zurückzuzahlen. Besonders pikant: Lester macht Schulden auf den Namen von Mike, ohne ihn davon zu erzählen.

Lester begegnet in einem Stripclub Grama, einem alten Bekannten, der mittlerweile als Zuhälter arbeitet. Dabei fährt er zufällig, dass Grama seine Schulden aufgekauft hat und mittlerweile inklusive Zinsen 25.000 Euro fällig sind. Lester will nicht bezahlen, erfährt dann aber, dass Grama zu KGB gehört. In einer Auseinandersetzung nimmt Grama schließlich Lester die 10.000 Dollar, die er bei sich hat, ab. Zudem setze er ihn Frist, bis zu der die restlichen 15.000 Dollar bezahlen muss. Währenddessen beendet Jo ihre Beziehung mit Mike, weil sie davon ausgeht, dass ihr Freund seine guten Vorsätze vergessen hat und dauerhaft zurück an den Pokertisch will.

Petra, eine Bedienung im Chesterfield Club, verrät Mike, dass Lester auf seinen Namen Schulden gemacht hat. Mittlerweile hat Lester im Club Schulden in Höhe von 6.000 Euro angehäuft. Kurze Zeit später erfährt Mike, dass Lester zusätzlich noch 15.000 Euro Schulden bei Grama hat. Obwohl sein Freund ihn hintergangen hat, geht er zusammen mit ihm zu Grama, um einen Deal auszuhandeln. Zunächst sieht es so aus, als ob sich Grama auf eine Ratenzahlung einlassen würde. Als Mike aber anfängt, schlecht über Lester zu sprechen, um Grama zu überzeugen, flippt dieser aus und sorgte dadurch dafür, dass Grama ihm ein Ultimatum setzt: Innerhalb von 5 Tagen muss „Worm“ die kompletten 15.000 Dollar bezahlen.

Mike beschließt, das Geld am Pokertisch zu gewinnen. Der Plan ist einfach: Lester soll als Kundschaft herausfinden, welche Tische in New York besonders attraktiv sind für einen überdurchschnittlich guten Pokerspieler. Mike besteht allerdings darauf, nach den Regeln zu spielen und allein aufgrund seiner überlegenen Fähigkeiten zu gewinnen. Lester würde es bevorzugen, einen Betrug zusammen mit seinem Freund durchzuziehen. Aber darauf lässt Mike sich nicht ein.

Innerhalb von drei Tagen gelingt es Mike, insgesamt 7.200 Dollar zu gewinnen. Allerdings bleiben ihm nur noch 48 Stunden lang Zeit, um diesen Betrag auf 15.000 Euro zu erhöhen. Obwohl Mike diesem Ziel immer näherkommt, beschließt Lester, in das entscheidende Spiel einzusteigen, um eine Manipulation durchzuziehen. Doch „Worm“ wird erwischt, als er versucht, beim Kartengeben seinen Freund zu bevorzugen. Die Folge ist, dass die beiden Freunde verprügelt und verjagt werden. Die ganze Tragweite des Problems wird Mike erst bewusst, als Lester ihm verrät, dass Grama zu KGB gehört.

„Worm“ und Mike gehen getrennte Wege. Lester versucht zu fliehen, während Mike sich seinen Problemen stellen und eine Lösung für das Schuldenproblem finden will. In einem erneuten Gespräch mit Grama kann Mike jedoch keine Lösung finden. Auch ein Versuch, das Geld von Joey Knish zu leihen, scheitert. In dem Gespräch mit Knish wird in eine Rückblende von einer Hand erzählt, bei der Mike den legendären Pokerprofi Johnny Chan geschlagen hat. Der letzte Versuch, das Geld aufzutreiben, zeigt Mike in ein Gespräch mit seinem Jura-Professor Petrovsky. Zwar kann ihm Petrovsky nicht die kompletten 15.000 Dollar geben, aber immerhin leiht er ihm ein Scheck über 10.000 Dollar.

Um die restlichen 5.000 Dollar zu bezahlen, fordert Mike KGB heraus, in einem Heads-Up Game in der Variante No-Limit Texas Hold‘em anzutreten. Auf dem Spiel stehen dabei 10.000 Dollar. Mike gewinnt und bekommt 20.000 Dollar. Daraufhin veranlasst KGB, dass ihm Grama 15.000 Dollar abnimmt, um seine Schulden zu begleichen. KGB bietet Mike an, mit dem restlichen Geld weiter zu spielen. Aber Mike lehnt ab und gibt sich zufrieden mit dem Restgewinn von 5.000 Dollar.

Nach diversen Drohungen realisiert Mike, dass er keine andere Wahl hat, als weiter zu spielen. Allerdings werden bei der nächsten Runde die Blinds verdoppelt, sodass das Risiko steigt. Zunächst sieht es aus, als ob Mike dieses Mal verlieren würde. Aber Mike erkennt bei einer wichtigen Hand einen Tell bei KGB. Dadurch ist er dazu in der Lage, mit einer guten Hand zu passen. KGB versteht die Welt nicht mehr und wird wütend. Anschließend geht KGB in den berüchtigten Tilt-Modus. Anstatt rationale Entscheidungen zu treffen, versucht er fortan das Glück zu erzwingen. Dadurch gelingt es Mike, das Spiel zu drehen. In der letzten Hand schlägt er KGB mit einem Slowplay, das zu einem All-in von KGB führt. Mike hat eine Straße und KGB ist emotional völlig am Ende. Grama versucht ihn davon zu überzeugen, eine weitere Runde zu spielen, aber KGB lehnt ab. Als seine Schläger kurz davor sind, Mike aus Rache zu verprügeln, hält KGB sie auf. Er akzeptiert, dass Mike ihn auf faire Weise geschlagen hat.

Der Gesamtgewinn der Pokersession mit KGB beträgt 60.000 Dollar. Mit dem Geld bezahlt er die noch ausstehenden Schulden von Lester im Chesterfield Club und den Kredit von Petrovsky. Am Ende hat er etwas mehr übrig als die 30.000 Dollar, die er zu Beginn des Films verliert. Mike verlässt die Universität, verabschiedet sich von seiner Ex-Freundin Jo und zieht von New York nach Las Vegas, um an der World Series of Poker teilzunehmen.

Die Schauspieler – wer spielt mit?

Die Besetzung von Rounders ist auf absolutem Top-Niveau. Matt Damon spielt Mike Dermott. Sein betrügerischer Kumpel Lester „Worm“ Murphy wird von Edward Norton dargestellt. Die Leistungen dieser beiden Darsteller sind erstklassig, aber noch faszinierender ist John Turturro als Joey Knish. Gretchen Mol spielt Mikes Freundin Jo. Famke Janssen hat als Petra eine Nebenrolle in Rounders ergattert. Als russischer Gangster KGB spielt John Malkovich gewohnt famos. Als Professor Petrovsky tritt der legendäre Martin Landau auf.

Welche Rolle spielt das Glücksspiel in Rounders?

Im gesamten Film geht es ums Pokern. Dabei spielt es eine wichtige Rolle, dass Poker kein reines Glücksspiel ist, sondern einen großen strategischen Faktor hat. Ansonsten könnte sich Mike nicht immer wieder einen Vorteil durch seine überlegenen Fähigkeiten verschaffen. Aber es wird auch vorgeführt, dass der Glücksfaktor beim Poker hoch ist. Auch wenn die meisten Szenen nicht in einem legalen Casino spielen, wird doch sehr schön gezeigt, welche psychologischen Abläufe beim Poker eine Rolle spielen. Aufgrund der hohen Summen, um die regelmäßig gespielt wird, kann sich der Zuschauer zudem leicht in die emotionale Anspannung hineinversetzen, die beim Spielen entsteht. Es ist kein Zufall, dass Rounders als Pokerfilm Kultstatus unter Pokerspielern erlangt hat.

Wo wurde Rounders gedreht?

Die meisten Szenen für Rounders wurden in New York gedreht. Erst ganz am Schluss des Films, spielt Las Vegas eine Rolle, da Mike beschließt, an der WSOP teilzunehmen. Die finstere Atmosphäre der Pokerspiele in Rounders ist wahrscheinlich typisch für illegale Games, hat aber nichts mit der Atmosphäre in echten Casinos zu tun. Doch vielleicht gerade deswegen macht es viel Spaß, die spannend gefilmten Pokerszenen zu beobachten.

Besonderheiten

Rounders ist ein Begriff aus der Pokerwelt. Als Rounders werden Spieler bezeichnet, die viele verschiedene Poker-Varianten hervorragend beherrschen. Bei den professionellen Pokerspielern ist das fast schon Standard, da an den Tischen mit den höchsten Einsätzen in den großen Casinos in Las Vegas überwiegend Mixed Games stattfinden, bei denen mehrere Poker-Spielarten im kontinuierlichen Turnus gespielt werden. Rounders ist zwar kein Casino-Film in dem Sinne, dass der Schauplatz ein Casino wäre. Aber Poker ist ein klassisches Casino-Spiel, sodass dieser Film unbedingt in die Liste der besten Casino-Filme gehört.

Johnny Chan, zweimaliger Poker-Weltmeister, spielt sich selbst in einigen Szenen in Rounders. Nach eigener Auskunft hat sich Chan zu diesem Auftritt nur überreden lassen, weil seine Tochter unbedingt den Hauptdarsteller Matt Damon kennenlernen wollte.

Casino-Fans müssen diesen Film sehen, weil …

… Rounders ein Kultfilm für Pokerspieler ist. Zum einen gibt es nicht viele Filme, in denen Poker eine derart zentrale Rolle spielt. Zum anderen wird sehr schön die Geisteshaltung eines echten Pokerspielers gezeigt. Obwohl Mike zeitweise in Lebensgefahr ist, setzte sich immer wieder an den Pokertisch, weil er davon überzeugt ist, dass er damit alle Probleme lösen kann. Er lässt am Ende sogar seine hübsche Freundin sausen, um sein Glück bei der World Series of Poker zu suchen. Es ist nicht schwer zu verstehen, warum so viele Pokerspieler Rounders als Lieblingsfilm nennen. Im engeren Sinne mag sich nicht um einen Casino-Film handeln, aber wenn ihr etwas für Poker übrig habt, solltet ihr diesen Film auf keinen Fall verpassen.

The Cooler

The Cooler ist ein US-Film aus dem Jahr 2003. Unter der Regie von Wayne Kramer spielt William H. Macy einen ganz besonderen Pechvogel, der nicht nur selbst kein Glück hat, sondern sein Unglück auch auf andere Menschen übertragen kann. Dieses besondere Talent macht ihn zu einem wertvollen Casino-Mitarbeiter.

Die Handlung – worum geht es in The Cooler?

Bernie Lootz hat schon sein ganzes Leben lang regelmäßig Pech. Das geht soweit, dass er sogar den Menschen in seiner direkten Umgebung nichts als Unglück bringt. Was im normalen Leben nicht besonders hilfreich ist, kann in einem Casino äußerst wertvoll sein. Deswegen arbeitet Bernie Lootz als „Cooler“ im Shangri-La Casino. Doch das machte nicht ganz freiwillig, denn er hat hohe Spielschulden, die er mit dem Job Stück für Stück abzahlt. Der Leiter des Casinos ist sein vermeintlicher Freund Shelly Kaplow, der ihn aber letztlich nur ausnutzt.

Für Bernie ist der Arbeitsalltag einfach. Er bewegt sich freundlich und unverbindlich im Shangri-La und beobachtet dabei, an welchen Tischen Spieler eine Glückssträhne bekommen. Sobald er erkennt, dass ein Spieler zu viel gewinnt, geht er zu ihm und gibt vor, das Spiel beobachten zu wollen. Die Folge ist, dass der Spieler plötzlich verliert. Manchmal wird Bernie auch von Shelly oder einem anderen Mitarbeiter des Casinos an einen Tisch gerufen, um eine Glückssträhne zu stoppen. Das funktioniert erstaunlich gut.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass „The Cooler“ mit einem alten Mythos spielt. In Las Vegas gab es früher tatsächlich Casinos, in denen Cooler arbeiteten. Wissenschaftlich betrachtet ist es natürlich völliger Unsinn zu glauben, dass es Menschen gibt wie Bernie, die ihr eigenes Pech auf andere Menschen übertragen können. Aber das ist vielleicht gar nicht entscheidend. Genauso wie bei Astrologie und Homöopathie ist es wichtiger, dass es genügend Menschen gibt, die daran glauben. Doch letztlich ist die Geschichte, die in diesem Film erzählt wird, ein fantasievoll erzähltes Casino-Märchen.

Bernie hat nur noch ein paar Tage, bevor er seine Spielschulden komplett abgezielt hat. Diesem Moment fiebert Bernie entgegen. Doch Bernie ist für das Casino zu wertvoll. Deswegen engagiert Shelly die Kellnerin, Natalie Belisario, in die sich Bernie verliebt hat, dem notorischen Pechvogel einen Grund zu geben, in Las Vegas zu bleiben. Bernie ist überrascht, dass sich Natalie für ihn interessiert, lässt sich aber nur zu gerne auf eine Annäherung ein. Dabei erzählt er ihr, dass Shelly ihm aufgrund seiner Schulden einst die Kniescheibe gebrochen habe. Doch anstatt sich darüber zu beschweren, behauptet er, dass er dankbar dafür sei, denn aufgrund dieser drastischen Tat hätte er seine Spielsucht beenden können.

Natalie findet heraus, dass Bernie ein netter und warmherziger Mensch ist. In der ersten Nacht verliebt sich Natalie in Bernie, obwohl die körperliche Annäherung alles andere als vielversprechend verläuft. Besonders schön ist die Szene, als Bernie nach der ersten Nacht morgens allein im Bett aufwacht und davon überzeugt ist, dass Natalie gegangen sei. Doch die Dame ist nur im Badezimmer und als sie herauskommt, fragt sie Bernie, ob er Lust auf Frühstück habe.

Die junge Liebe hat eine besondere Wirkung. Plötzlich hat Bernie selber Glück und bringt auch anderen Menschen Glück. Damit ist er für die Arbeit im Casino nicht mehr gut geeignet. Ganz im Gegenteil: Barney verhilft einigen Spielern zu großen Glückssträhnen. Das wiederum wird zu einem Riesenproblem für Shelly, der ohnehin schon unter Druck steht. Das Shangri-La gehört der Mafia. Geplant ist eine Modernisierung des Casinos, doch Shelly ist ein Traditionalist und möchte nichts verändern. Solange Shelly für die nötigen Einnahmen sorgt, ist das kein Problem. Doch als der Cooler heiß läuft, bekommt Shelly große Schwierigkeiten mit seinen Vorgesetzten.

Plötzlich taucht Mikey, der Sohn von Bernie, mit seiner schwangeren Freundin auf. Mikey bittet seinen Vater um Geld, das dieser ihm schließlich auch gibt. Mikey nutzt das Geld, um im Shangri-La am Würfeltisch mit hohen Summen zu spielen. Zunächst gewinnt er riesige Beträge, doch dann fällt auf, dass er falschspielt. Die Folge ist, dass ihm die Schläger von Shelly unter den Augen von Bernie diverse Knochenbrüche zufügen.

Shelly verliert komplett die Kontrolle und verprügelt Natalie. Das bringt Bernie dazu, sein neues Glück dazu zu verwenden, im Shangri-La 150.000 Dollar zu gewinnen. Mit dieser Summe zahlt er zunächst die Schulden von Mikey. Mit dem Rest will Bernie zusammen mit Natalie ein neues Leben anfangen. Doch Shelly setzt einen Auftragsmörder auf die beiden an. Für ihn gibt es allerdings keine Rettung mehr. Aufgrund des schlechten Managements und der großen Verluste entscheiden die Mafia-Bosse, Shelly umzubringen.

Das hält jedoch den von Shelly engagierten Auftragsmörder nicht davon ab, Bernie und Shelly zu verfolgen. Getarnt als Polizist hält der Auftragsmörder Bernie und Natalie mitten in der Wüste an. Die beiden müssen aus dem Wagen aussteigen und sich hinknien. Spätestens da wird den beiden klar, dass es sich nicht um einen echten Polizisten handelt. Doch es gibt noch ein Happy End, denn der einzige Pechvogel ist zu einem echten Glückskind geworden. Im letzten Moment überfährt ein Betrunkener den Auftragsmörder, der mit gezückter Pistole im Begriff ist, die beiden Protagonisten zu töten.

Die Schauspieler – wer spielt mit?

William H. Macy spielt Bernie „The Cooler“ Lootz. Wahrscheinlich hätte niemand diese Rolle besser spielen können als dieser brillante Schauspieler, der im Jahr 1996 mit dem Film „Fargo“ weltberühmt geworden ist. Seine Freundin wird auf bezaubernde Weise von Maria Bello gespielt. Es ist nicht leicht, ein derart ungleiches Paar überzeugen zu spielen. Aber durch die großartigen schauspielerischen Leistungen der beiden Hauptdarsteller ist es für die Zuschauer leicht zu glauben, dass zwischen dem einstigen Pechvogel und der schönen Kellnerin eine große Liebe entsteht. Shelly Kaplow wird von Alec Baldwin dargestellt. Für diese Rolle wurde Baldwin völlig zu Recht als „Bester Nebendarsteller“ für den Oscar nominiert. Den begehrten Preis konnte er zwar nicht gewinnen, aber das schmälert seine herausragende Leistung in keiner Weise. Baldwin gelingt es, eine äußerst unsympathische Figur als scheiternden Menschen darzustellen.

Welche Rolle spielt das Glücksspiel in The Cooler?

The Cooler zeigt eine nostalgische, fast schon altmodische Casino-Welt. Wer sich für das alte Las Vegas interessiert, bekommt einen recht guten Eindruck davon, wie die Casinos früher wahrscheinlich ausgesehen haben. Das Glücksspiel ist allgegenwärtig, da Bernie bei seinem Job von einem Glücksspiel zum anderen wandert. Zu sehen sind vor die klassischen Spiele wie Roulette, Craps (Würfeln) und Blackjack. Aber auch an Spielautomaten zeigt Bernie, was er kann.

Dieser Casino-Film kann auch als charmante Parodie auf die vielen Mythen sein, die bei Glücksspielern weit verbreitet sind. Viele Spieler glauben tatsächlich, dass es so etwas wie Glückssträhnen und Pechsträhne gäbe. Wissenschaftlich ist das nicht haltbar, aber gegen derartige Überzeugungen ist es schwer, vorzugehen. The Cooler treibt diesen Mythos auf die Spitze und das ist vor allem aufgrund der herausragenden Besetzung großartig anzuschauen.

Wo wurde The Cooler gedreht?

Das Shangri-La ist ein fiktives Casino in Las Vegas. Tatsächlich wurde der Film aber zum größten Teil nicht in Las Vegas gedreht, sondern in Reno. Die Casino-Szenen wurden im Golden Phoenix Hotel gedreht, das mittlerweile in Montage Reno umbenannt worden ist. Während der Dreharbeiten fanden Renovierungsarbeiten in diesem Casino statt, sodass es möglich war, völlig ungestört vom üblichen Casino-Betrieb den Film zu drehen. Ein interessantes Detail: Die gesamte Crew und alle Mitglieder der Besetzung übernachteten während der Dreharbeiten im zweiten Stock des Hotels.

Aufmerksame Zuschauer werden bemerken, dass Las Vegas kaum vorkommt im Film. Nur ein paar Kamerafahrten aus der Luft zeigen, dass Las Vegas der Ort der Handlung ist. Für Casino-Historiker interessant: Im Abspann des Films werden drei echte Casinos in Las Vegas gesprengt: das Aladdin, das Sands, das Landmark und das Dunes. 

Besonderheiten

Es gibt einige subtile Details während der Wandlung von Bernie vom Pechvogel zum Glückspilz. Zu Beginn trägt William H. Macy schlechtsitzende Anzüge in dunklen Farben. Mit jeder positiven Wendung werden Bernies Anzüge besser und die Farben heller. Das fällt nur einem sehr aufmerksamen Zuschauer auf, aber der psychologische Effekt spricht auch das Unterbewusstsein an. Zusammen mit dem subtilen Spiel von Macy wird Bernies Wandlung glaubwürdig ohne große Effekte dargestellt.

Casino-Fans müssen diesen Film sehen, weil …

… The Cooler eine wunderschöne Casino-Atmosphäre präsentiert und einen alten Mythos verfolgt. Das alte Las Vegas hat vielleicht wirklich einmal so ausgesehen, wie es in The Cooler dargestellt wird. Vor allem sind aber die darstellerischen Leistungen, die diesen Casino-Film zu einem großen Ereignis machen. William H. Macy spielt die Wandlung vom ewigen Pechvogel zum erstaunlichen Glückspilz mit einer Selbstverständlichkeit, die in jeder Hinsicht beeindruckend ist. Auch die darstellerische Leistung von Maria Bello ist vorzüglich. Durch ihr Spiel lässt sie den Zuschauer verstehen, warum sie sich in einen vermeintlichen Loser wie Bernie verliebt. Nicht zuletzt ist Alec Baldwins Darstellung von Shelly Kaplow eine kleine Sensation. Besonders beeindruckend ist die Szene, in der Shelly versteht, dass es für ihn keinen Ausweg mehr gibt. The Cooler wird oft übersehen, aber wenn ihr auf der Suche nach einem romantischen Film in einer Casino-Umgebung seid, solltet ihr euch diesen Casino-Film unbedingt anschauen.

Owning Mahowny

Owning Mahowny ist ein britisch-kanadischer Film aus dem Jahr 2003. Philip Seymour Hoffman zeigt unter der Regie von Richard Kwietniowski, wie ein ganz normaler Mann, der scheinbar mitten im Leben steht, ein Doppelleben als Spielsüchtiger führt und dabei auf die schiefe Bahn gerät.

Englischer Trailer:

Hier ist der ganze Film auf Deutsch:

Die Handlung – worum geht es in Owning Mahowny?

Dan Mahony ist ein biederer Bankangestellter, der beruflich vor allem durch Fleiß und Angepasstheit auffällt. Seine erstklassigen Leistungen führen dazu, dass er gelegentlich befördert wird. Aber das führt nicht dazu, dass er seinen Lebensstil ändert. Zusammen mit seiner ebenfalls recht biederen Freundin Belinda führt er Leben, das zumindest von außen betrachtet nicht besonders spannend aussieht. Schließlich wird Mahony sogar vom Bankdirektorium in den Vorstand befördert. Als jüngstes Mitglied im Vorstand ist er auf einem vorläufigen Karrierehöhepunkt angelangt.

Der Film wird in Rückblenden erzählt. Am Anfang wird gezeigt, wie Dan Mahony vor einem Psychologen sitzt und diesem von seinem Leben als Spieler berichtet. Schnell wird klar, dass Mahony ein zweites Leben neben dem Bankalltag führt. Mahony ist spielsüchtig und dazu bereit, alles zu tun, um dieser Sucht nachzugehen. In einer der ersten Rückblenden wird gezeigt, wie Dan versucht, seinen Pferdewetten-Schulden bei Frank Perlin auszugleichen, indem er durch seine privilegierte Position in der Bank versucht, größere Summen als Kredit zu bekommen. Mit dem Geld, das er auf diese Weise bekommt, finanziert er auch diverse Trips nach Atlantic City und Las Vegas.

Victor Foss, einer der Casino-Besitzer, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die High Roller persönlich bei Laune zu halten. Deswegen studiert er Dan Mahony regelmäßig bei Besuchen in seinem Casino. Dabei fällt ihm auf, dass dieser Spieler sein Verhalten nicht ändert, ganz egal ob ein großer Gewinn entsteht oder ein großer Verlust. Mahony verzichtet auf alles, wenn er am Spieltisch sitzen kann. Sogar auf Essen und Schlaf kann der leidenschaftliche Spieler erstaunlich lange verzichten, wenn er seiner Sucht nachgeht. Auch sein Privatleben wird beeinträchtigt. Einmal wird eine Szene gezeigt, in der seine Freundin in einem Hotelzimmer sitzt und auf ihn wartet. Währenddessen sitzt Mahony an einem Roulette-Tisch und verliert völlig den Bezug zur Realität. Das führt logischerweise dazu, dass er Beziehungsprobleme bekommt.

Ein anderes Problem ergibt sich dadurch, dass Dan mit immer größeren Geldsummen spielt. Um diese Beträge zu finanzieren, muss er Geld unterschlagen. Mit den wachsenden Summen wird Mahony immer beliebter in den Casinos, die er besucht. Doch der ganze Luxus, den er geboten bekommt, interessiert ihn nicht. Ein simples Essen reichen völlig aus. Ansonsten möchte er nur seine Ruhe haben. Er lehnt beispielsweise Drogen, Alkohol und sogar Sex ab, nur um sich in Ruhe seinem Glücksspiel widmen zu können. In den Casinos hat er bald den Spitznamen „Eismann“, weil er kaum eine Regung zeigt beim Spielen. Mahony ist einzig und alleine auf das Spiel konzentriert. Alles andere um ihn herum interessiert ihn nicht weiter. Beim Spielen begibt er sich in einen Tunnel und nimmt die Realität um ihn herum kaum noch wahr. Zumindest in diesem Punkt unterscheidet er sich kaum von einem Spitzensportler, der die Außenwelt ausblendet, um Höchstleistungen zu bringen.

Für die Casino-Betreiber ist Bernie ein großartiger Kunde, vor allem als die Einsätze immer weiter in die Höhe gehen. Aber Bernie, ein Casino-Angestellter, bekommt mit, was wirklich abgeht und gibt Dan nach einer Glückssträhne den Rat, mit den gerade gewonnenen 9 Millionen Dollar aufzuhören. Doch dieser Rat ist, so gut er auch gemeint sein mag, völlig wirkungslos. Der einzige Erfolg ist, dass Bernie gefeuert wird. Dan spielt weiter und verliert natürlich, sodass er am Ende mit weiteren Schulden den Tisch verlässt.

Seine Freundin bekommt irgendwann mit, dass Dan ein Problem mit Spielsucht hat. Sie konfrontiert ihn, doch Dan will davon nichts hören. Zudem ist der erfolgreiche Bankangestellte clever genug, um seine Spuren beim Betrug zu verwischen. Obwohl es in der Bank eine Revision gibt, findet niemand Hinweise auf unterschlagene Gelder. Dadurch fühlt Dan sich bestärkt in seinem Vorgehen. Zudem ist er zu diesem Punkt noch davon überzeugt, dass er nicht spielsüchtig ist. Sein einziges Problem seien die Schulden, die er aber bald ausgleichen werde.

Zum Verhängnis wird Dan, dass die Polizei irgendwann anfängt, Frank Perlin abzuhören, da sie davon ausgehen, dass der Rennstall-Besitzer Pferdewetten manipuliert. Nur durch Zufall wird die Polizei auf Dan Mahowny aufmerksam, der immer wieder Wetten bei Frank Perlin platziert. Allerdings halten sie Mahowny aufgrund der hohen Einsätze nicht für einen Spieler, sondern für einen Drogenhändler. Die Ermittlungen haben zur Folge, dass auch die Bank noch einmal ganz genau hinschaut. Dabei wird aufgedeckt, dass Dan insgesamt 10,2 Millionen Dollar unterschlagen hat. In der Folge werden diverse Bankangestellte entlassen und Dan wird verhaftet. Erstaunlicherweise verlässt ihn seine Freundin Belinda nicht.

Während der Therapie kommt es offensichtlich zur nötigen Selbsterkenntnis, sodass Dan fortan gewillt ist, gegen die Sucht anzugehen. Belinda und Dan heiraten. Aber das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn für seine Taten muss Dan für sechs Jahre ins Gefängnis. Aber auch das Casino, in dem Dan überwiegend gespielt hat, kommt nicht ganz ohne eine (kleine) Strafe davon (Spielerschutz!). Das Casino wird für einen ganzen Tag lang wegen eines Verstoßes gegen die Casino-Vorschriften geschlossen. Laut Abspann geht dieser Tag als „Dan Mahowny Day“ in die Geschichte ein.

Die Schauspieler – wer spielt mit?

Philip Seymour Hoffman war ohne Zweifel einer der besten Schauspieler seiner Generation. In Owning Mahowny zeigt der eine unglaublich beeindruckende Vorstellung. Hoffman verzichtet auf große Gesten und Emotionen. Stattdessen wird die gesamte Entwicklung des Spielsüchtigen in kleinen subtilen Veränderungen der Mimik deutlich. Ein Blick in das Gesicht von Owning Mahowny verrät dem Zuschauer zu jedem Zeitpunkt, wie es der Figur wirklich geht. Es gibt wohl kaum einen anderen Schauspieler, der diese Rolle auch nur annähernd so zurückhaltend und doch zugleich überzeugend hätte spielen können. Philip Seymour Hoffman ist eines der großen Schauspielgenies der Filmgeschichte. In diesem Casino-Film zeigt er sein ganzes können. In den Nebenrollen sind Minnie Driver als seine Freundin Belinda und John Hurt als Victor Foss erwähnenswert. Aber letztlich ist Owning Mahowny vor allem eine One Man Show des brillanten Philip Seymour Hoffman.

Welche Rolle spielt das Glücksspiel in Owning Mahowny?

Die negative Seite des Glücksspiels steht im Zentrum des Films. Der Zuschauer bekommt eindrücklich vorgeführt, wie aus einem ganz gewöhnlichen Menschen ein Spielsüchtiger wird, der dazu bereit ist, gigantische Risiken einzugehen. Trotz dieser negativen Geschichte ist das Spiel auch für Glücksspiel-Fans, die sich eher den positiven Aspekten widmen möchte, interessant. Die Casino-Szenen sind sehr realistisch dargestellt. Es macht vor allem am Anfang viel Spaß, dem Spieler Dan Mahowny zuzuschauen. Später wird aus dem Spaß eher Mitleid, wenn der Zuschauer versteht, dass Mahowny ein Getriebener ist, der selbst keinen Spaß beim Spielen hat. Owning Mahowny kann auch als Gegenentwurf zu The Gambler gesehen werden. In beiden Filmen geht es um einen Spielsüchtigen, doch die Filme und die Hauptdarsteller könnten kaum unterschiedlicher sein.

Wo wurde Owning Mahowny gedreht?

Owning Mahowny wurde in Toronto, Kanada und Atlantic City gedreht. Nähere Angaben zu den Casinos im Film gibt es nicht. Vermutlich handelt es sich aber um nachgebaute Casino-Räume im Studio. Bekannt ist zudem, dass viele vermeintliche Szenen, die angeblich in einem Casino stattfinden, in diversen Gebäuden in Toronto gedreht wurden. Wichtig ist aber letztlich: Es entsteht eine stimmungsvolle Atmosphäre, die gut zu der sehr realistischen Darstellung des Spielers von Philip Seymour Hoffman passt.

Besonderheiten

Der Casino-Film Owning Mahowny basiert auf einer Buchvorlage. In „Stung: The Incredible Obsession of Brian Molony“ schildert der Autor Gary Stephen Ross eine wahre Geschichte. Brian Molony war ein Spielsüchtiger, der im Jahr 1982 in Kanada für einen „Ein-Mann-Bankbetrug“ in die Schlagzeilen geriet. Das Buch wurde im Jahr 1987 zu einem großen Bestseller. Zum echten „Owning Mahowny“ gibt es ein spannendes Detail: Nach seiner Haftzeit hatte Molony Linie kein Problem mehr mit Spielsucht. Stattdessen heiratete er seine Freundin und wurde als Berater in einer Firma angestellt, die sich um die Aufdeckung von Finanzbetrug im Auftrag privater Unternehmen kümmert.

Casino-Fans müssen diesen Film sehen, weil …

… Philip Seymour Hoffman als Schauspieler eine absolute Sensation ist. In Owning Mahowny wird ein Spielsüchtiger gezeigt, der keinen exzessiven Lebensstil führt oder anderswie auffällt. Auf den ersten Blick ist der Film manchmal vielleicht sogar ein bisschen langweilig, weil nichts Besonderes passiert. Doch für feinfühlige Zuschauer, die auf das subtile Spiel von Philip Seymour Hoffman achten, tun sich ganze Welten auf. Jeder Mensch, der in irgendeiner Form an dem Thema Spielsucht interessiert ist, sollte sich Owning Mahowny anschauen. Die detaillierte Charakterstudie verrät mehr über dieses Thema als so manches psychologische Fachbuch. Für die Casino-Fans gibt es zudem viele interessante Schauwerte, die auch ohne das brisante Thema Spielsucht spannend wären.

Fazit /Ausblick

Die Suche nach empfehlenswerten Casino-Filmen lohnt sich, denn es gibt einige großartige Filme, in denen das Glücksspiel als Hauptthema oder Nebenthema eine Rolle spielt. Wir können euch alle vorgestellten Filme uneingeschränkt empfehlen. Die haben absichtlich darauf geachtet, sehr unterschiedliche Casino-Filme zu besprechen. Für Pokerspieler ist zum Beispiel Rounders ein absolutes Muss. Wenn ihr wilde Spiel-Leidenschaft sehen möchtet, ist The Gambler eine Top-Wahl. Casino-Filme sind nicht nur für Glücksspiel-Fans interessant. Aber es liegt nahe, dass ein Roulette-Fan, ein Blackjack-Fan oder ein Poker-Fan besonders viel Spaß dabei hat, einen Film anzuschauen, bei dem Casino-Spiele im Mittelpunkt stehen oder zumindest einen wichtigen Teil der Atmosphäre ausmachen.

Was uns aktuell noch fehlt in der Sammlung ist ein großartiger Film, in dem es um Online-Casinos geht. Alle vorgestellten Casino-Filme haben in irgendeiner Form mit landbasierten Casinos zu tun. Manchmal handelt es sich auch um illegale Casinos. Aber die Online-Casinos, die in der heutigen Zeit viel wichtiger sind für die meisten Glücksspiel-Fans als die landbasierten Anbieter, scheinen für Drehbuch-Schreiber und Filmproduzenten nicht interessant genug zu sein. Doch mit der nötigen Kreativität wäre es sicherlich möglich, auch dieses Thema zu einem tollen Film zu machen. Ein Film mit diesem würde auch viele junge Casino-Fans in die Kinos ziehen. Aber bis es soweit ist, solltet ihr euch mit unseren vorgestellten Casino-Filmen ausgiebig amüsieren. Wir wünschen euch viel Spaß dabei!