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Montag, 20 August 2018
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Merkur Spielarena

Merkur Spielarena: Gauselmann kauft Namensrechte an Düsseldorfer Stadion

Kommentar

Die Esprit Arena heißt künftig Merkur Spielarena! Nach dem Skandal um die Paradise Papers und den anschließenden Rückzug der Merkur-Spielautomaten aus dem deutschen Internet war es ruhig geworden um die Gauselmann-Gruppe. Doch nun geht der Glücksspielkonzern wieder in die Offensive: Im Juli 2018 ist Gauselmann eine langfristige Partnerschaft mit der Düsseldorfer Congress Sport & Event GmbH, kurz D.LIVE, eingegangen. Der spektakulärste Part des millionenschweren Werbedeals: Das Stadion in Düsseldorf heißt ab sofort Merkur Spielarena. Die Details des Deals und welche Auswirkungen dies auf das Online-Geschäft von Merkur und Edict haben könnte, lest Ihr in unserer News.

Alles über Merkur Spielautomaten

Merkur Spielarena – der dritte Name innerhalb von 14 Jahren

Erst LTU arena, dann ESPRIT arena, nun Merkur Spielarena – rund 14 Jahre, nachdem das erste Spiel in der 54600 Zuschauer fassenden Multifunktionsarena stattfand, erhält das Stadion nun zum dritten Mal einen neuen Namen. Laut Medienberichten zahlt Gauselmann bis zu 3,75 Millionen Euro pro Jahr, und das für eine Laufzeit von 6 bis 10 Jahren. Die Namensrechte der Düsseldorfer Arena sind dabei nur ein Teil des spektakulären Deals. In der offiziellen Pressemitteilung von Gauselmann und D.LIVE heißt es dazu:

Zitat aus der Pressemitteilung

„Inhalt der Partnerschaft sind zum einem die Namensrechte an der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Arena. Zum anderen umfasst das Engagement die enge Verzahnung mit der Sportstadt Düsseldorf, unter anderem als Sponsor zahlreicher Vereine, Institutionen und Athleten, wie z.B. der Düsseldorfer EG, des Stockheim Team Düsseldorf (Förderteam der Sportstadt Düsseldorf für die Olympischen Spiele 2020), der Düsseldorf Panther und des HC Rhein Vikings. Darüber hinaus ist die Gauselmann Gruppe auch langjähriger Partner der Messe Düsseldorf.“ (Quelle)

Merkur SpielarenaBildquelle: Jörg Wiegels, Düsseldorf, ESPRIT arena in Duesseldorf-Stockum, von Sueden, CC BY 3.0

Mit welchen Marken wird Merkur werben?

Der Name Merkur Spielarena ist natürlich nicht zufällig sehr nah dran an den in Deutschland bekannten Merkur Spielotheken. Keine Frage also, dass Gauselmann in erster Linie Werbung für seine Automatenspiele machen möchte. Doch neben Merkur wird auch eine andere Marke des Konzerns in der Arena präsent sein: Xtip. Der Sportwettenanbieter gehört wie Cashpoint zum Konzern mit der Sonne. Und Sportwetten passen natürlich hervorragend zu einer Arena, in der in der Saison 2018/2019 wieder Bundesliga-Fußball gespielt wird.

Analyse und Reaktionen zum Gauselmann-Deal mit D.LIVE

Der Kooperationsvertrag zwischen der Sportstadt Düsseldorf und Merkur hat hohe Wellen geschlagen. Wir analysieren, was den Deal so besonders macht und wie die Öffentlichkeit reagiert hat.

Was macht den Deal so besonders?

Dass ein Glücksspielkonzern solch eine plakative Werbefläche bekommt, und das auch noch bei einem kommunalen Unternehmen wie der städtischen Tochter D.LIVE, ist schon bemerkenswert. Die Merkur Spielarena Düsseldorf ist das einzige Bundesliga-Stadion, das nach einem Glücksspielkonzern benannt ist. Weder Wettanbieter noch Casinos haben bislang eine solch teure Werbepartnerschaft unter Dach und Fach gebracht. Namen wie Allianz Arena München, Red Bull Arena Leipzig oder Mercedes-Benz Arena Stuttgart machen klar, in welch einer Liga der Gauselmann Konzern mit den Namensrechten am Düsseldorfer Stadion plötzlich spielt. Mit fast 13.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 3 Milliarden Euro in 2017 gehört der Familienbetrieb auch tatsächlich schon lange nicht mehr zu den kleinen mittelständischen Betreiben. Zum Vergleich: Vodafone Deutschland (Sitz in Düsseldorf) beschäftigt 10.500 Mitarbeiter. Der Vorgänger als Namenssponsor, Esprit, beschäftigt mit 7300 Mitarbeitern ebenfalls weniger Leute als Gauselmann.

Fest steht also: Merkur kann sich das Sponsoring ganz sicher leisten. Die reine Werbeleistung für die Namensrechte und andere Sponsoringmaßnahmen im Stadion und bei anderen Vereinen in der Stadt dürfte aber nach Einschätzung unserer Redaktion nicht der einzige Grund für das langfristige Engagement sein. Wir vermuten, dass der Deal mit der Stadt Düsseldorf zu einem großen Teil auch als Imagekampagne zu sehen ist. Denn dass die Spielautomaten mit der Sonne aktuell einen schweren Stand haben, ist alles andere als neu.

Der Glücksspielstaatsvertrag zwingt die Kommunen in ganz Deutschland und auch in Düsseldorf dazu, Spielhallen zu schließen. Aus dem Online-Geschäft hat sich Merkur Ende 2017 zurückgezogen und seine Geschäftspartner angewiesen, alle Merkur Spielautomaten in Deutschland zu sperren. Ehemals auch online sehr beliebte Spiele wie Double Triple Chance oder 221B Baker Street sind damit hierzulande nicht mehr mit Echtgeld spielbar. Nur wenige Ausnahmen wie Eye of Horus und El Torero gibt es noch im Netz, weil diese auch von anderen Softwareschmieden umgesetzt wurden, die nicht direkt von Gauselmann kontrolliert werden.

Hier gibt es die Spiele weiterhin!

Das Ziel von Gauselmann dürfte also vor allem sein, das Glücksspiel wieder salonfähig zu machen und die Spielotheken und die Online Casinos wieder ein Stück weit in die Mitte der Gesesellschaft zu holen.

Wie kommt der neue Name an?

Trotz der großen Summen, die die Merkur Spielarena künftig in die Kassen der Stadt Düsseldorf spült, hält sich die Begeisterung über den neuen Namen arg in Grenzen. In den sozialen Netzwerken hagelte es Kritik. In der lokalen Presse wird kritisiert, dass „Glücksspiel eine Suchtgefahr“ (WZ) ist, und deshalb der Name Merkur nicht für die Arena von Fortuna Düsseldorf tauge. Doch es gibt auch Stimmen, die den neuen Namen nicht weiter dramatisieren wollen – die größte Lokalzeitung RP kommentiert, dass Wettanbieter längst etablierte Sponsoren sind und der Deal deshalb niemanden empören dürfe, „der sich schon länger für den Profifussball interessiert“.

Was bedeutet das Sponsoring für die Online Casinos

Ob das Sponsoring ein gutes Zeichen ist für die Fans der Merkur Automaten, die die Spiele online vermissen? Langfristig vielleicht – kurzfristig aber glauben wir nicht daran, dass sich etwas an der Online-Strategie von Gauselmann ändert. Der Konzern scheint nicht auf Konfrontation zu setzen, sondern eher darauf, dass sich die allgemeine Stimmungslage in Deutschland ändert. Nach dem Motto: Wenn ein Unternehmen seit vielen Jahren Millionen in den Düsseldorfer Sport investiert, dann wäre es doch nicht angemessen, ihm die Geschäftsgrundlage zu entziehen. In der anhaltenden Diskussion um den Glücksspielstaatsvertrag könnte es durchaus Politiker geben, die solch eine Meinung vertreten – und wenn sich dann endlich eine Regulierung des Marktes für Online Glücksspiel abzeichnet, dann dürften Merkur und Gauselmann beste Chancen haben, in Deutschland eine Glücksspiellizenz zu erhalten.

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    Was haltet Ihr davon, dass Merkur die Namensrechte am Düsseldorfer Stadion kaufen durfte? Die Redaktion interessiert Eure Meinung, daher haben wir die Kommentare zu diesem Artikel kurzfristig geöffnet.

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