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Dienstag, 12 November 2019
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Warum bekomme ich kein Geld? – Auszahlungsgrenzen im Online Casino

Wer im Online-Casino gewinnt, kann sich nicht immer sofort über den gesamten Betrag freuen. Oft gibt es verschiedenen Bedingungen und Auszahlungsgrenzen, die die Gewinnmitnahme einschränken. Wir erklären, auf was zu achten ist und wie man damit umgehen sollte.

Von Volker Budinger

Die Freude ist groß, wenn die Walzen des Online-Slots auf den richtigen Symbolen zum Stehen kommen. Die Summe auf dem Spielerkonto ist erfreulich groß. Wie kommt man jetzt aber an das Geld – und warum bekomme ich die gesamte Summe eigentlich nicht auf einen Schlag ausgezahlt?

Antworten auf diese Fragen gibt es im Folgenden.

Auszahlungsgrenzen

Wie funktioniert eine Ein- oder Auszahlung im Online-Casino?

Online-Casinos haben ganz unterschiedliche Zahlungsbedingungen und Zahlungsmethoden im Angebot. Von der klassischen Banküberweisung über Sofortüberweisungen mit verschiedenen Diensten, Kreditkarten, (E-Wallet) -Bezahldiensten oder auch Prepaidkarten gibt es sowohl für Ein- wie für Auszahlungen ein meist größeres Spektrum.

Dabei gelten jeweils die Bedingungen, die das Online-Casino selbst festlegt. Niedergeschrieben sind sie – oder sollten sie zumindest sein – in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die ihr bei der Anmeldung akzeptiert. In guten Casinos solltet ihr die AGB auch jederzeit einsehen können.

Geld oder Boni, die ihr einzahlt, werden in der Regel auf einem Spieler- oder Guthabenkonto innerhalb des Online-Casinos gutgeschrieben. Dort landen auch eure Gewinne aus verschiedenen Spielen und von diesem Guthabenkonto aus könnt ihr Einsätze in den verschiedenen Spielen des Online-Casinos, von Slot-Spielen über Tischspiele bis zu Sportwetten, je nach Angebot des Casinos, setzen.

In der Regel dürft ihr aber nicht einfach jeden Betrag einzahlen oder euch auszahlen lassen – es gibt Begrenzungen. Bei Einzahlungen ist es normal, dass etwa zehn Euro als Mindesteinzahlung einzuzahlen sind. Sind die Mindestgrenzen wesentlich höher, solltet ihr allerdings vorsichtig sein und vielleicht ein anderes Casino suchen.

Bei den Auszahlungen gibt es unterschiedliche Regelungen, dazu weiter unten mehr. Eine Auszahlung müsst ihr in der Regel in irgendeiner Form beantragen. Das kann unterschiedlich kompliziert sein und auch die Verifikation eurer Identität mit beinhalten.

Außerdem können noch bestimmte Bedingungen an eine Auszahlung geknüpft sein, zum Beispiel, dass ihr Gewinne erst einige Male „umsetzen“ also wiedereinsetzen müsst, bevor ihr sie euch auszahlen lassen könnt. Das gilt insbesondere beim Einsatz von Boni.

Sind die Bedingungen zur Auszahlung besonders kompliziert oder sind die Zahlungszeiträume extrem verzögert, ist auch Vorsicht geboten. In der EU oder in Deutschland lizenzierte Online-Casinos machen aber in der Regel keine Probleme. Listen mit dubiosen Casinos, von denen ihr die Finger lassen solltet, findet ihr unter anderem hier.

Womit ihr auch rechnen müsst, ist, dass das Online-Casino eine Gebühr für Auszahlungen und manchmal auch für Einzahlungen erhebt.

Warum gibt es Grenzen für Ein- und Auszahlungen?

Kurz zusammengefasst gibt es zwei wesentliche Gründe für Ein- und Auszahlungsgrenzen: wirtschaftliche auf der einen und rechtliche auf der anderen Seite.

Wirtschaftlich sind Begrenzungen bei der Ein- und Auszahlung gut für den Betreiber des Online-Casinos. Die Casinos sind ein Wirtschaftsunternehmen. Der Sinn und Zweck eines Online-Casinos ist es, Geld zu verdienen, nicht etwa Menschen zu beschenken oder zu bespaßen. Das geben die Betreiber seriöser Casinos auch ganz offen zu. Und deshalb liegt der Vorteil auch immer auf Seiten des Casinos.

Leovegas Auszahlungsgrenze

Beispiel Leovegas: Die Auszahlung per Trustly ist mit einem Maximalbetrag versehen.

(Mindest-)Grenzen bei der Einzahlung bedeuten zum einen kleinere Verwaltungsaufwände. Wenn nicht jeder Centbetrag verbucht werden muss, sondern immer nur mindestens zehn Euro, ist das weniger Arbeit. Außerdem ist euer Guthaben ja erstmal Geld, mit dem der Betreiber des Online-Casinos arbeiten kann, Gehälter zahlen, Kosten für den Server-Park bezahlen und so weiter. Dennoch sollten diese Mindestgrenzen nicht zu groß sein – das spricht für eher weniger seriöse Casinos. Besonders dann, wenn gleichzeitig nur kleine Beträge ausgezahlt werden.

Wirtschaftliche Gründe gibt es natürlich auch für Auszahlungsgrenzen. Von progressiven Jackpots (meist) abgesehen könnt ihr euch andere große Gewinne in der Regel nicht auf einen Schlag auszahlen lassen. Damit schützen sich die Casinos auf eine Art auch vor der möglichen Pleite. Wer schon einmal etwas in Raten bezahlt hat, wird das Prinzip verstehen. Zahlt man eine große Summe auf einmal, fehlt diese unter Umständen auch einfach auf dem Konto – vielleicht können dann andere Verbindlichkeiten nicht mehr bezahlt werden. Mit der Auszahlungsgrenze kann das Casino wirtschaftlich weiterarbeiten – auch wenn Spieler ordentlich abgeräumt haben.

Progressive Jackpots aus bekannten Spielen wie Mega Fortune und anderen sind meist gar nicht bei dem einzelnen Casino angelegt, sondern zentral unter Umständen beim Softwarehersteller. Daher sind diese Jackpots in den Regel von Auszahlungsgrenzen ausgenommen – das regelt aber auch die jeweilige AGB des Casinos.

Der andere große Bereich sind rechtliche Vorschriften. Höchstgrenzen für Ein- und Auszahlungen sowie Regelungen, dass Einsätze erst mehrfach umgesetzt werden müssen, bevor Gewinne ausgezahlt werden können, sollen die Online-Casinos auch unattraktiv für solche „Spieler“ machen, die damit Geld aus meist illegalen Quellen „sauber waschen“ wollen. EU-Gesetze gegen Geldwäsche schreiben dazu bestimmte Regeln vor. Dabei geht es allerdings eher um die Verifikation der Identität der Spieler und die Echtheit ihrer Bankkonten.

Auch im Zuge der seit 2001 verschärften Regeln gegen den internationalen Terrorismus sind solche Regelungen zur Verhinderung von Geldwäsche in Kraft getreten.

Was für Ein- und Auszahlungsgrenzen gibt es?

Beim Thema Einzahlungen gibt es meist nur Begrenzungen für jede Transaktion. Das heißt meistens gibt es eine Mindesteinzahlhöhe und eine Maximalsumme, die pro Transaktion eingezahlt werden kann. In manchen Fällen gelten diese Regeln auch innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Solche Limits können im Sinne von Spielerschutz auch absichtlich vom Spieler eingerichtet werden. Wer sich ein Limit setzt, kann dann etwa innerhalb einer bestimmten Frist nur einen bestimmten Betrag auf sein Spielerkonto einzahlen.

Eine Form von „Begrenzung“ ist auch die, dass meist kein Bargeld angenommen wird, sondern nur die verschiedenen Formen des Geldtransfers von Überweisung bis Prepaid.

Bei den Auszahlungen gibt es mehrere Varianten. So gibt es Begrenzungen des Betrages pro Transaktion. Die Auszahlung großer Gewinne erfolgt dann in Raten. Das kann im Fall einer lediglichen Begrenzung des Betrages heißen, ihr habt zum gleichen Zeitpunkt mehrere Überweisungen auf dem Konto. Das hat eher technische Gründe und ist seltener.

In einem anderen Fall gibt es zeitliche Begrenzungen. Dann ist zwar nicht geregelt, welche Beträge ausgezahlt werden, aber es kann dann der Fall sein, dass ihr nur eine Auszahlung pro Woche bekommt.

Der Regelfall ist aber, dass eine bestimmt Höchstgrenze festgesetzt ist, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausgezahlt wird. Also zum Beispiel bekommt ihr dann maximal 2000 Euro in einer Woche ausgezahlt. Habt ihr also beispielsweise 4000 Euro gewonnen, vergehen zwei Wochen, bis ihr das gesamte Geld habt.

Dazu kommen besonders im Zusammenhang mit Boni, die das Casino gewährt, bestimmte Bedingungen. Das kann etwa sein, dass ihr Beträge, auf die ihr Boni bekommen habt, erstmal mehrfach eingesetzt werden müssen eventuell auch eine bestimmte Zeit auf dem Konto sein müssen, bevor ihr sie auszahlen lassen könnt.

In vielen Fällen werden Gewinne auch gar nicht ausgezahlt, weil bestimmte Bedingungen verletzt wurden. Besonders die Bedingungen für Boni sollte sich jeder Spieler genau durchlesen. So dürfen in manchen Casinos Boni nur bei bestimmten Spielen gesetzt werden oder auch nur bestimmte Prozentsummen eines eingezahlten Guthabens in bestimmter Weise eingesetzt werden.

Häufig bekommt ihr Geld auch erst dann ausgezahlt, wenn eure Identität etwa durch einer Passkopie bestätigt ist. Damit wird zum einen den Geldwäsche-Gesetzen Rechnung getragen, zum anderen wird geprüft, dass ihr auch tatsächlich Volljährig seid.

Wenn Auszahlungen sehr lange rausgezögert werden und immer neue vielleicht merkwürdige Dokumente verlangt werden, spricht das für ein eher unseriöses Casino. Die einfache Bestätigung eurer Identität ist dagegen normal und auch vorgeschrieben. Manchmal könnt ihr auch erst Einzahlungen tätigen, wenn eure Identität verifiziert ist.

Häufig gibt es auch unterschiedliche Ein- und Auszahlungsgrenzen für verschiedenen Zahlungsmittel – sowie unterschiedliche Gutschrift-Zeiträume von sofort bei E-Wallets bis zu mehreren Tagen bei Banküberweisungen.

Außerdem gibt es Ausnahmen. So sind häufig (bestimmte) progressive Jackpots von Auszahlungsgrenzen ausgenommen. Ferner gibt es bei vielen Casinos Konditionen für „besondere“ Spieler, also „V.I.P.s“, „Vielspieler“, „Stammkunden“ oder ähnliches, die für meist einen besonderen Mitgliedsbeitrag im Gegenzug unter anderem deutlich bessere Aus- und Einzahlungskonditionen bekommen.

Es kann auch Auszahlungsgrenzen geben, ab welchem Betrag erst Auszahlungen beantragt werden können. Da es ja euer Geld ist, was auf dem Spielerkonto liegt, sollte in seriösen Casinos entweder keine solche Untergrenze existieren oder sie sollte im gleichen Bereich liegen wie die Mindesteinzahlsumme.

Wo finde ich die Zahlungsbedingungen?

Seriöse Online-Casinos legen Wert auf Transparenz. Bei in Deutschland (also Schleswig-Holstein) oder in der EU lizenzierten Online-Casinos findet ihr normalerweise die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) recht problemlos.

Natürlich klickt fast jeder diese schnell weg, wenn er sich irgendwo anmeldet – nur wenige lesen erstmal alles durch, was sie unterschreiben. Allerdings lohnt es sich, spätestens dann einen Blick dort rein zu werfen, wenn es Unklarheiten gibt.

In AGB lizensierter Casinos findet ihr – meist auch in deutscher Sprache – alle Regelungen zu Einzahlungen, Auszahlungen, Einsatzumsetzungen und Boni klar gegliedert niedergeschrieben. Auch die Zahlungsbedingungen und -möglichkeiten sollten dort verzeichnet sein. Idealerweise stehen dabei auch die Höchst- und Mindestgrenzen für verschiedene Zahlungsmethoden, die eventuellen Gebühren sowie die durchschnittliche Dauer bis zur Gutschrift.

Außerdem findet ihr dort Regeln zur Identifizierung und Verifikation – und Hinweise zum Spielerschutz, wenn ihr euch selbst Limits setzen wollt.

Und – wenn alle Stricke reißen – sollten sich in den AGB und im Impressum der Seite die Kontaktdaten zum Support finden.

Wenn Euch die AGB sehr kryptisch vorkommen, ihr feststellt, dass ihr viel einzahlen sollt, aber kaum was ausbezahlt bekommt oder die AGB gar fehlen oder nur in Afrikaans (um ein Beispiel zu nennen) abgedruckt sind – sucht nach einem anderen Casino. Auch wenn es eine für euch ungünstige Differenz gibt zwischen dem, was mindestens eingezahlt werden muss und dem Betrag, ab dem überhaupt erst ausgezahlt wird, ist Vorsicht geboten. Also wenn ihr zum Beispiel mindestens 10 Euro einzahlen müsst, aber erst ab 100 Euro ausgezahlt wird.

In den AGB und den Bonusbedingungen stehen auch die besonderen Regeln, wo welche Einsätze zu welchen Bedingungen getätigt werden dürfen, besonders im Zusammenhang mit Boni. Unter Umständen kann bei Verstoß gegen diese Regeln ein Gewinn verfallen.

Warum und wie muss ich mich identifizieren?

Dass ihr euch bei vielen Casinos bereits bei der Anmeldung – spätestens aber dann, wenn ihr eine Auszahlung beantragt – identifizieren müsst, hat vor allem rechtliche Gründe. Zunächst mal muss der Casino-Betreiber im Sinne es Jugendschutzes sicherstellen, dass ihr nicht minderjährig seid.

Dann gelten aber auch für in der EU lizenzierte Casinos die Regeln zur Bekämpfung der Geldwäsche und zur Terrorabwehr. Die Daten müssen (in Übereinstimmung mit der Datenschutz-Grundverordnung) gespeichert und an zuständige Behörden übermittelt werden. Das soll verhindern, dass Geld aus illegalen Quellen in den Casinos „reingewaschen“ und als unschuldige Gewinne aus Glücksspiel irgendwo wieder gutgeschrieben werden können.

Identifikationsmöglichkeiten gibt es verschiedene. Vom Einscannen und Hochladen des Personalausweises oder des Reisepasse über Verifikation mit Ausweis im Live Chat bis hin zu Verfahren wie Post-Ident ist vieles möglich. Das kann der Casino-Betreiber festlegen. In jedem Fall muss dabei eindeutig der Name, das Geburtsdatum und die Adresse auf ihre Richtigkeit überprüft werden.

Was ist, wenn ich den Jackpot knacke?

Das kommt auf den Jackpot an, könnte man sagen. Handelt es sich um einen „normalen“ Jackpot in einem Spiel des Casinos, der auch nur für dieses Casino gilt, dann bekommt ihr den Jackpot auf euer Konto gutgeschrieben und könnt ihn euch zu den normalen Bedingungen – also meist mit einem Höchstbetrag pro Woche oder Monat – auszahlen lassen.

Anders ist das jedenfalls häufig bei progressiven Jackpots, die in einem Spiel etwa für alle Spieler weltweit gelten. Diese leitet das Online-Casino dann für gewöhnlich in einem an euch weiter – ohne Auszahlungsgrenzen.

Es gelten aber auch dabei alle Regeln zur Geldwäsche-Vermeidung und Identifikations-Verifikation. Auch dazu finden sich alle Regeln idealerweise in den AGB.

Warum kann ich mir Boni nicht sofort auszahlen lassen?

Boni sind Anreize der Online-Casino-Anbieter, um Menschen zu Spielen oder zur Anmeldung im Casino zu bewegen. Immer sind bestimmte Bedingungen an diese Boni gebunden. Die Betreiber wollen ja nichts verschenken, sondern dazu bewegen, zu Spielen.

Meist gibt es neben Freispielen einen Bonusbetrag in Höhe einer bestimmten Prozentsumme auf einen eingezahlten Betrag. Also bei 100 Prozent Bonus auf eine 10 Euro-Einzahlung habt ihr 20 Euro, die ihr setzen könnt.

Das allerdings meistens nur in bestimmten Spielen oder auch nur in bestimmten Höhen. Eventuell dürft ihr nicht alles auf einmal setzen, sondern nur definierte Anteile des Bonus. Häufig müssen Boni auch mehrfach umgesetzt, also weidereingesetzt werden, bevor sie (und damit errungenen Gewinne) ausgezahlt werden können. 40 maliges Wiedereinsetzen ist zum Beispiel ein üblicher Wert. Gehen die Wiedereinsatzforderungen in hohe Bereiche, dann sind die Bonusbedingungen nicht gut und benachteiligen den Spieler deutlich. Im Zweifel lehnt solche Boni ab oder sucht ein anderes Casino.

Praxis-Tipp für den Umgang mit Ein- und Auszahlungsgrenzen

  • Wer informiert ist, muss keine bösen Überraschungen fürchten: Lest also die AGB genau durch.
  • Achtet auf „unfaire“ Bedingungen. Wenn ihr mindestens 10 Euro einzahlen müsst, aber erst ab 100 Euro Auszahlungen beantragen könnt zum Beispiel, ist das grenzwertig
  • Meistens könnt ihr euch größere Beträge nicht auf einmal auszahlen lassen. Plant einen längeren Zeitraum ein, bis ihr euren Gewinn auf dem Konto habt.
  • Achtet auf Bonus- und andere Bedingungen, wenn ihr euch Gewinne auszahlen lassen wollt. Häufig müssen Boni oder Einsätze mehrfach umgesetzt werden, um ausgezahlt werden zu können. Sind die Bedingungen nicht erfüllt, können Gewinne verfallen.
  • Verifiziert eure Identität. Die Casinos müssen gesetzliche Vorgaben unter anderem zum Geldwäsche-gesetz erfüllen und zahlen erst dann Geld aus, wenn euer Name, Geburtsdatum und Adresse überprüft sind.
  • Spielt am besten nur bei in Deutschland oder in der EU lizensierten Online-Casinos. Diese geben euch ein gewisse Sicherheit.

Was ist eigentlich, wenn das Casino pleitegeht?

Falls das Online-Casino, in dem ihr spielt, insolvent werden sollte, kommt es darauf an, wo das Casino sitzt. Die in Deutschland lizensierten großen Online-Casinos bieten da auch unter den deutschen Verbraucherschutz-Gesetzten relative Sicherheit. Allerdings sind die „deutschen“ Lizenzen nur für Schleswig-Holstein gültig. Dort dürft ihr dann auch nur spielen, wenn ihr „einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Schleswig-Holstein“ habt – das sind laut statistischer Angaben übrigens „nur“ 2,89 Millionen Menschen.

Der Fall der „im Prinzip legalen“ EU-lizensierten Casinos bietet euch in jedem Fall die Anwendung von EU-Verbraucherrecht. Allerdings kann das natürlich auch bedeuten, dass ihr längere Prozesse führen müsstet – mit Gerichtsstand etwa auf Malta.

Bei nicht EU-lizensierten Casinos dürfte euer Geld aller Wahrscheinlichkeit im Falle einer Insolvenz einfach weg sein.

In einigen Fällen treten die Hersteller der Spiele ein und zahlen Spielern ihre Gewinne aus. Bei großen progressiven Jackpots ist das meist ohnehin der Fall, da diese gar nicht in einem einzelnen Online-Casino verwaltet werden.

Ob ihr im Fall einer Insolvenz also Geld wiederbekommt, ist von vielen Faktoren abhängig. Das Risiko ist bei kleinen unbekannteren Online-Casinos natürlich größer als bei den großen Anbietern.